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Reise- und Sicherheitsinformationen

Djibouti

Reisehinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.06.2008


Aktueller Hinweis
Seit April 2008 sind eritreische und dschibutische Truppen an der gemeinsamen Grenze im Nordosten Dschibutis stationiert. Dabei ist es am 10./11. Juni 2008 zu bewaffneten Auseinandersetzungen gekommen. Spannungen im Grenzbereich sind insbesondere in der Küstenregion von Ras Doumeira feststellbar. Daher wird  davon abgeraten, sich auf dem Land- oder Luftwege oder zu Wasser in die dschibutisch-eritreische Grenzregion zu begeben.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus / Kriminalität
Touristische und geschäftliche Aufenthalte in Dschibuti-Stadt und Umgebung verlaufen in aller Regel problemlos.

Allerdings sind auch bei Fehlen aktueller Hinweise durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika und die hohe westliche Truppenpräsenz Anschläge terroristischer Gruppen nicht auszuschließen. Es wird bei Reisen nach Dschibuti grundsätzlich zu erhöhter Aufmerksamkeit, Beachtung der aktuellen Nachrichten und Vermeiden von Menschenansammlungen oder Demonstrationen geraten.

In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Es besteht das Risiko bewaffneter Zwischenfälle, da sich noch viele Waffen aus dem Bürgerkrieg vor wenigen Jahren in Umlauf befinden. Die Region Mabla (nördlich von Tadjoura) gilt wegen kleinerer noch vorhandener Rebellengruppen als unsicher.

Piraterie
Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung/allgemeinen Reisehinweise für Somalia verwiesen.

Reisen über Land / Straßen- und Zugverkehr
Bei Überlandsfahrten besteht eine erhöhte Unfallgefahr durch nicht angepasste Geschwindigkeit, Gegenverkehr und Straßenschäden. Nachtfahrten sollten vermieden werden.

Auf wenig befahrenen Straßen wird zu Konvoifahrten mit umfangreichen Wasser- und Treibstoffreserven geraten.

Bei Unfällen bitte die Polizei holen (Notfalltelefonnummer 17) und einen Unfallbericht erstellen lassen.

Die Piste zwischen Tadjourah und Obock wird zu einer Straße ausgebaut, es kommt zu Behinderungen/Gefährdungen durch Bauarbeiten. Vor der Weiterfahrt über Obock hinaus nach Ras Siyyan sollte Kontakt mit den dschibutischen Behörden in Tadjoura oder Obock aufgenommen werden. Eine Registrierung von Abfahrt und Rückkehr beim Posten der französischen Armee in Weah ist möglich.

Passagierzüge der Strecke Dschibuti-Dire Dawa (von Ausländern allerdings kaum benutzt) stellen wegen des schlechten Streckenzustands, der häufiger zu Entgleisungen führt, ein generelles Sicherheitsrisiko dar, waren aber auch in früheren Jahren mehrfach das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.

Minengefahr
2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden.

Nützliche Telefonnummern (Vorwahl jeweils 00253):

Polizeikommissariat in Dschibuti: 35 38 91
Gendarmerie Ali-Sabieh: 42 60 33
Gendarmerie Arta: 42 20 69
Gendarmerie Dikil: 42 00 81
Gendarmerie Obock: 42 81 68
Gendarmerie Tadjourah: 42 40 56

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