Länderinfos
Costa Rica
Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Costa Rica

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.05.2009

Aktueller Hinweis

Aufgrund des Ausbruchs der Influenza A(H1N1) in Mexiko hat Costa Rica an allen Grenzen (Flughäfen, Landübergänge und Häfen) medizinische Kontrollen eingeführt. Reisende müssen vor dem Abflug und auch bei der Einreise nach Costa Rica Gesundheitsfragebögen ausfüllen. Dies gilt gleichermaßen für Reisende, die über Land- oder Seeweg nach Costa Rica einreisen wollen. Verdachtsfälle mit Krankheitssymptomen, die auf eine Infektion mit Influenza A(H1N1) schließen lassen (wie z.B. Husten, Schnupfen, erhöhte Temperatur, Schüttelfrost) müssen damit rechnen, unter Quarantäne gestellt zu werden, bis der Infektionsverdacht ausgeschlossen werden kann.

Bei offenen Fragen sollten Reisende vor Abreise mit dem Reiseveranstalter und/oder der Fluglinie Rücksprache halten.

Aktuelle Informationen zur Influenza A(H1N1)
Die Weltgesundheitsorganisation WHO teilt mit, dass in Mexiko mehr als eintausend bestätigte Fälle von Influenza A(H1N1) bei Menschen aufgetreten sind. Es werden auch Todesfälle gemeldet, u.a. aus der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Aus mehreren mexikanischen Bundesstaaten werden Verdachtsfälle gemeldet und untersucht.

Bestätigte Fälle werden von der WHO auch aus folgenden Ländern gemeldet:

  • China
  • Costa Rica
  • Dänemark
  • Deutschland
  • El Salvador
  • Frankreich
  • Großbritannien
  • Guatemala
  • Irland
  • Israel
  • Italien
  • Kanada
  • Kolumbien
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Schweden
  • Schweiz
  • Spanien
  • Südkorea
  • USA
In den USA verstarb ein Kind aus Mexiko sowie eine Frau, die unweit der mexikanischen Grenze in Texas gelebt hatte - die bislang einzigen Todesfälle außerhalb Mexikos. Die Krankheitsverläufe außerhalb Mexikos waren in der Regel eher mild und entsprachen weitgehend "normalen" Grippeerkrankungen.

Flugreisende aus den vorgenannten Ländern müssen an den Zielflughäfen mit verschärften Einreisekontrollen rechnen. Die Maßnahmen sind von Land zu Land unterschiedlich und können beispielsweise folgende Maßnahmen umfassen: Messung der Körpertemperatur, Befragung der Reisenden, Kontrolle der Passdaten nach vorhergehenden Aufenthaltsländern etc. In Einzelfällen sind von örtlichen Behörden bereits Quarantänemaßnahmen verfügt worden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in Verdachtsfällen die Einreise verweigert wird.

Reisenden wird empfohlen, die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sowie die Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Eine Übertragung dieser Krankheit von Mensch zu Mensch ist - wie bei der "normalen", saisonalen Grippe - möglich. Zurzeit steht kein Impfstoff gegen diesen Erreger zur Verfügung. Jedoch können alltägliche Hygienemaßnahmen dazu beitragen, sich vor einer Infektion zu schützen:

  • Regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Engen Kontakt mit Kranken meiden
  • Menschenansammlungen meiden
  • Wenn Kontakte (< 2 Meter Distanz) unvermeidlich sind, sollten in allen Gegenden, in denen Ausbrüche gemeldet werden, Gesichtsmasken über Mund und Nase getragen werden
Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts (RKI) unter
www.rki.de
sowie allgemeine Hinweise zur Hygiene unter
www.wir-gegen-viren.de

Das Bundesministerium für Gesundheit hat für Fragen zur Influenza A(H1N1) eine kostenfreie Hotline unter der Rufnummer 0800/4400550 eingerichtet. Bitte beachten Sie, dass diese Hotline ausschließlich für Fragen medizinischer Art zur Verfügung steht. Reise- und Sicherheitshinweise für einzelne Länder können hierüber nicht erfragt werden, nutzen Sie hierfür bitte die Informationen des Auswärtigen Amts.

Weitere Informationen zur Influenza A(H1N1) finden Sie in englischer Sprache auf folgenden Internetseiten:



Sicherheitshinweise
Kriminalität

Obwohl die Sicherheitslage im Vergleich zu anderen zentralamerikanischen Staaten relativ gut ist, werden auch Touristen, insbesondere in den Touristenzentren, auf den Touristenrouten (z.B. an der Brücke über den Río Tárcoles) und in San José (dort z.B. in der Umgebung der Busbahnhöfe), in der Gegend von Limón (Cahuita, Puerto Viejo), aber auch auf den Zufahrtsstraßen zum Flughafen), vermehrt Opfer von Diebstählen und teilweise auch bewaffneten Überfällen.

Wertsachen sollten daher nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenfalls auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie – auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen und Fahrzeuge nur auf gut eingezäunten und bewachten Parkplätzen abstellen. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck in der Regel nicht zu erhalten ist; Gepäck daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportieren und nicht aus den Augen lassen. Die häufigste Art des Diebstahls ist die Entwendung der Tagesrucksäcke, die viele Touristen bei Busfahrten in der Gepäckablage verstauen. Pässe, Kreditkarten und alle anderen wichtigen Dokumente sollten daher unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden! Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit.

Diebe schrecken auch bei Tageslicht und bei nur geringer Entfernung vom Fahrer nicht davor zurück, in Sekundenschnelle Autos – insbesondere Mietwagen – aufzubrechen und Gepäckstücke zu entwenden. Eine bekannte Diebstahlsmethode ist es beispielsweise, Mietwagentouristen, die wegen eines „arrangierten“ platten Reifens anhalten müssen, Hilfe beim Reifenwechsel anzubieten und in einem unbeobachteten Moment Gepäck zu entwenden. Zudem häufen sich Fälle, in denen Autofahrer unter vorgehaltener Waffe zur Herausgabe des Fahrzeugs gezwungen werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass Diebe zu jeder Tageszeit an Ampeln oder in dichtem Verkehr Autoscheiben einschlagen, um das auf dem Beifahrer- oder Rücksitz befindliche Gepäck zu entwenden.

Trickdiebstähle (z.B. das Betäuben der Opfer durch mit Äther versetzten Parfumproben, die in Einkaufszentren und auf Parkplätzen angeboten werden) kommen ebenfalls immer häufiger vor.

Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich die Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen.

Seit Anfang 2007 gibt es in Costa Rica eine Touristenpolizei, die v.a. in den großen Touristenzentren wie Jacó, Tamarindo oder San José Zentrum im Einsatz ist. Sie ist jederzeit über die kostenlose Rufnummer 911 (auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an.

Naturkatastrophen

Costa Rica liegt in der hurrikangefährdeten Zone. Während der Hurrikansaison (ca. Juni bis November) kommt es immer wieder zu starken Überschwemmungen. Es ist daher ratsam, sich in den internationalen wie auch lokalen Medien über die Wetterlage zu informieren.

Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste verursachen. Es ist daher besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Raften geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden. Während der Regenzeit kommt es immer wieder zu Erdrutschen, die Straßen vorübergehend unpassierbar machen können.

Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Die Nationale Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias) informiert auf ihrer Website unter http://www.cne.go.cr über evtl. Katastrophengebiete.

Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse finden Sie unter http://www.transito.go.cr./estadorutas/index.html oder können diese telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragen.

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