Kongo (Demokratische Republik) Reise- und Sicherheitsinformationen
Reisewarnung vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.12.2011
Reisewarnung
Vor Reisen in die Demokratische Republik Kongo wird gewarnt.
Dies gilt in besonderem Maße für die Provinzen Orientale, Nord- und Süd-Kivu, wo regelmäßig Kämpfe zwischen Regierungstruppen und verschiedenen Rebellengruppen stattfinden, sowie in der Provinz Orientale für den Bezirk Haut-Uélé im Nordosten des Landes, wo die ugandische Rebellenorganisation "Lord's Resistance Army" (LRA) aktiv ist.
Am 28. November 2011 sind Präsidentschafts- und Parlamentswahlen abgehalten worden. Das am 17. Dezember 2011 verkündete amtliche Endergebnis der Präsidentschaftswahlen ist umstritten; die Ergebnisse der Parlamentswahlen liegen noch nicht vor. In Kinshasa und in den anderen großen Städten, insbesondere in den Provinzen Kasai und Katanga, sind Gewaltausbrüche im Zusammenhang mit den Wahlen nicht auszuschließen. Wer einen Aufenthalt in der Demokratischen Republik Kongo nicht vermeiden kann, sollte sich auf der Deutschenliste eintragen, gefährdete Gebiete soweit möglich nicht besuchen, sich aus den Medien über angekündigte Demonstrationen informieren und große Menschenansammlungen meiden.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Die Sicherheitslage ist im gesamten Land fragil.
Der Osten des Landes (Ituri, Nord- und Süd-Kivu, Nordost-Katanga) ist nicht befriedet, hier gibt es immer wieder aufflammende Unruhen unterschiedlicher Intensität. In den Kivu-Provinzen werden Militäraktionen gegen verbliebene Rebellengruppen durchgeführt.
Die übrigen Regionen des Landes sind relativ ruhig. Allerdings kann es überall zu nicht vorhersehbaren gewalttätigen Unruhen kommen. Dabei entsteht immer wieder erheblicher materieller Schaden, z.B. infolge von Plünderungen u. Brandschatzungen. Wegen der schlechten humanitären und sozialen Lage kommt es, auch durch demobilisierte Sicherheitskräfte, immer wieder zu Raubüberfällen.
Die deutsche Botschaft in Kinshasa kann generell bei bewaffneten Auseinandersetzungen sowohl in der Hauptstadt Kinshasa als auch in anderen Landesteilen nur sehr eingeschränkt konsularische Hilfe leisten.



