Tschad Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.02.2012
Unverändert gültig seit: 24.01.2012
Aufgrund der derzeit in einigen Landesteilen auftretenden Choleraepidemie wird auf die besondere Beachtung der Hygieneempfehlungen (siehe unten) bei Reisen im Land hingewiesen.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, besondere Vorsicht walten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan und der jüngsten politischen Annäherung hat sich die Lage zwischen beiden Ländern entspannt. Der Abzug der internationalen Schutztruppe MINURCAT zu Ende 2010 hat bisher keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit in der Region gehabt.
Allerdings kam es noch Anfang Mai 2009 im Osten des Tschad zu Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Die Rebellen wurden zurückgeschlagen und in den Sudan abgedrängt. Sie haben zwar seitdem die tschadische Grenze nicht mehr überschritten, tragen aber zur Steigerung des Banditentums und der allgemeinen Verunsicherung der Region bei.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährlich sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Hier sind Ausländer häufig gezielte Opfer von Entführungen zur Lösegelderpressung. Im Tibesti-Gebirge gibt es weiter ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere von sog. „coupeurs de routes") zu werden.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N'Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr. Sie erteilt auch keine Visa. Für beides ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig. Schengenvisa können auch bei der franz. Botschaft in N'Djamena beantragt werden.



