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Reisewarnung vom Auswärtigen Amt:
Stand: 09.10.2008
Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen im Tschad auf, Vorsicht walten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Aufgrund des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan als Folge von Rebellenangriffen auf N'Djamena Anfang Februar 2008 und auf Khartum am 10. Mai 2008 ist die Lage zwischen beiden Ländern angespannt. Die gemeinsame Grenze wurde geschlossen und der bilaterale Flugverkehr eingestellt. Die Wiederaufnahme und der Austausch von Botschaftern ist in Kürze geplant.
Mitte Juni kam es im Osten des Tschad zu erneuten Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Neue bewaffnete Auseinandersetzungen in der Grenzregion sind nach Ende der Regenzeit im Oktober nicht auszuschließen.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährdet sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Im Tibesti-Gebirge gibt es ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere an von sog. „coupeurs de routes» errichteten Straßensperren) zu werden.
Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N'Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa. Hierfür ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig.
Stand: 09.10.2008
Aktueller Hinweis
In den nordafrikanischen, an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus. Ausländer, gerade auch deutsche Staatsangehörige, sind einem wachsenden Anschlags- und Entführungsrisiko ausgesetzt. Überlandfahrten im Saharagebiet sind zunehmend mit Risiken behaftet. Die länderspezifischen Sicherheitshinweise sollten sorgfältig beachtet werden.Landesspezifische Sicherheitshinweise
Von Reisen in den Tschad wird derzeit dringend abgeraten.Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen im Tschad auf, Vorsicht walten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Aufgrund des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan als Folge von Rebellenangriffen auf N'Djamena Anfang Februar 2008 und auf Khartum am 10. Mai 2008 ist die Lage zwischen beiden Ländern angespannt. Die gemeinsame Grenze wurde geschlossen und der bilaterale Flugverkehr eingestellt. Die Wiederaufnahme und der Austausch von Botschaftern ist in Kürze geplant.
Mitte Juni kam es im Osten des Tschad zu erneuten Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Neue bewaffnete Auseinandersetzungen in der Grenzregion sind nach Ende der Regenzeit im Oktober nicht auszuschließen.
Reisen im Land
Reisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährdet sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Im Tibesti-Gebirge gibt es ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere an von sog. „coupeurs de routes» errichteten Straßensperren) zu werden.
Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.
Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.
Die deutsche Botschaft N'Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa. Hierfür ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig.





