Burundi Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 17.01.2012
Unverändert gültig seit: 12.01.2012
Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural.
Burundi unterstützt mit einem Militärkontingent die Übergangsregierung von Somalia in Mogadischu. Infolge dieser Unterstützung gibt es Attentatsdrohungen islamistischer Akteure gegen Uganda und Burundi. Am 11. Juli 2010 kam es in der ugandischen Hauptstadt zu mehreren Selbstmordattentaten mit zahlreichen Tote und Verletzten. Ähnliche Anschläge können in Burundi nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher besondere Wachsamkeit und Vorsicht geboten. Es wird empfohlen, abendliche Ausgänge auf das Notwendige zu beschränken, Menschenansammlungen (Märkte, Busbahnhöfe und Straßenbars) zu meiden und besondere Vorsicht beim Fotografieren sensibler Punkte anzuwenden. In der Provinz Bujumbura Mairie sollten die Quartiers Kanyosha, Musaga und Kamenge nicht mehr nach 18:00 Uhr, Kinindo nicht mehr nach 20:00 Uhr aufgesucht werden. Â
Burundi ist ein Post-Konflikt-Land. Von Mai bis September 2010 haben Richtungswahlen statt gefunden, die der Regierungspartei CNDD-FDD eine überwältigende Mehrheit verschafft haben. Die Opposition hat die Wahlen boykottiert und ist nicht mehr in Parlament und Senat vertreten. Es herrscht großes Misstrauen zwischen Opposition und Regierung. Daher kann erneute Instabilität bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen nicht ausgeschlossen werden.
Die Zahl an bewaffneten Überfällen und Anschlägen hat sich seit Anfang 2011 stark vermehrt
Am 24. Mai 2011 wurde auf der Straße Bujumbura-Cibitoke frühmorgens ein Konvoi angegriffen, wobei 2 Personen getötet worden sind. Am 18.September 2011 wurden bei einem Attentat in Gatumba, ca 15 km außerhalb von Bujumbura, 36 Menschen getötet.
Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinz Bujumbura rural, Bubanza und Citiboke sollte deshalb Abstand genommen werden. Im Einzelnen gilt für-
Bujumbura rural: Reisen sollten auf das Notwendigste beschränkt werden, von Ausgängen/-fahrten nach 18:00 Uhr wird abgeraten. Die Chaussée d'Uvira westlich der Rusizi Brücke sollte unbedingt gemieden werden.
- Bubanza und Citiboke: nicht zwingend erforderliche Reisen sollten auch während des Tages möglichst vermieden werden, von Ausgängen/-fahrten zwischen 17:30 und 07:00 wird gänzlich abgeraten. Die RN 10 zwischen Rwegura und Mabayi sowie die RN 9 nördlich von Bubanza sollten unbedingt gemieden werden. Es sollte grundsätzlich nur in den Provinzhauptstädten übernachtet werden.
Auch in allen anderen Provinzen sollten Ausgänge und Überlandfahrten nach 18:00 Uhr unterbleiben Bei Reiseabsichten wird der vorherige Kontakt zur Deutschen Botschaft in Bujumbura dringend empfohlen. Bitte beachten Sie auch die Reisewarnung für das Nachbarland Demokratische Republik Kongo. Bei Weiterreise nach Ruanda, Uganda und Tansania sind in letzter Zeit keine Probleme bekannt geworden, es sollten jedoch die jeweiligen Reise- und Sicherheitshinweise beachtet werden.
Kriminalität
Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen seit 1993 ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung trotz merklicher Verbesserungen seit 2005 hoch. Die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit sind angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der vielen Waffen im Land wichtige Probleme Burundis. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Nach Einbruch der Nacht und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.



