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Reise- und Sicherheitsinformationen

Bolivien

Reisehinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 19.11.2008

Aktuelle Hinweise
Am 25. Januar 2009 wird es in Bolivien eine Volksbefragung über eine neue Verfassung geben. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in der Zeit während und nach dem Referendum zu Demonstrationen, Protestveranstaltungen und Unruhen kommt.

Reisenden wird – nicht nur zu diesem Ereignis, sondern generell - dringend empfohlen, Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land unbedingt zu meiden und sich über die aktuelle Lage informiert zu halten.

Von Reisen in das Departamento Pando im Norden des Landes, in dem die Regierung den Ausnahmezustand verhängt hat, wird derzeit abgeraten.

Im ganzen Land kann es immer wieder zu Verknappungen von Benzin, Diesel und Gas kommen. Dies betrifft insbesondere die östlichen und südlichen Landesteile.

Landesspezifische Sicherheitshinweise
Reisen über Land / Straßenverkehr

Das Land ist verkehrsmäßig noch wenig erschlossen. Es gibt nur etwa 3.000 km asphaltierte Landstraßen. Alle anderen Verbindungswege (Schotterpisten, Geröll- und Feldwege; wenige Brücken) sind während der Regenzeit oft tagelang nicht passierbar. Besonders betroffen ist zur Zeit die Strecke nach Nordosten, Reisenden wird geraten sich vor Ort über die aktuelle Situation zu informieren.

Aufgrund der besonderen Gefährdungssituation rät die Botschaft dringend von Überlandfahrten mit Pkw oder Bus bei Dunkelheit ab. Die Straßen sind in der Regel nicht beleuchtet. Gleiches gilt oft auch für andere Verkehrsteilnehmer, die sich auch nicht immer an die geltenden Vorfahrtsregelungen halten.

Das Eisenbahnnetz, das nur einen geringen Teil des Landes abdeckt, ist für Reisen über längere Strecken nur bedingt geeignet.

Kriminalität

Die Kriminalität in Bolivien hat in letzter Zeit zugenommen. Es hat vermehrt Vorfälle gegeben, wo ausländische Touristen, die allein reisen und entweder am Busbahnhof in La Paz oder am Flughafen in El Alto ankommen von falschen Taxifahrern in entlegene Stadtteile gefahren worden sind und dort, unter Mithilfe von falschen Polizisten in Uniform, die vorgaben eine Antidrogenkontrolle durchführen zu wollen, ausgeraubt und unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe der Kreditkarten und der PIN-Nummer gezwungen worden sind (sog. „Expressentführungen“).

Ähnliche Fälle sind auch aus anderen bolivianischen Großstädten bekannt geworden.

In letzter Zeit sind der bolivianischen Polizei Fahndungserfolge gelungen, die zur Aushebung von kriminellen Banden geführt haben. Außerdem tritt die Touristenpolizei an verschieden neuralgischen Punkten (z.B. den Busbahnhof in La Paz) verstärkt in Erscheinung und berät ankommende Reisende. Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahme en zu einer spürbaren Verbesserung der Situation führen.

Man sollte deshalb nur auf bekannte Funktaxi- und Busunternehmen zurückgreifen und keine Kollektivtaxis und Mini-Busse benutzen. Außerdem sollte man in der Öffentlichkeit keine großen Bargeldsummen bei sich führen, noch Ausweispapiere und Geld offen in der Hosentasche tragen.

Aus gegebenem Anlass wird empfohlen, von La Paz aus zum Titikakasee nur in Gruppen und nur mit bekannten Busunternehmen zu reisen.

Es wird auch immer wieder davon berichtet, dass Besuchern von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen (einheimisch: Burundanga) verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen. Diese Zeit wird genutzt, um die betreffende Person auszurauben.

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