Kosovo Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 18.01.2012
Unverändert gültig seit: 16.01.2012
Seit den gewalttätigen Zusammenstößen im Norden Kosovos Ende Juli 2011 bleibt die Lage dort nach wie vor angespannt. Es wird daher Reisenden weiterhin geraten, von nicht notwendigen Reisen in den Norden Kosovos abzusehen. Insbesondere sollten bis auf weiteres die Grenzübergänge zu Serbien (bei Brnjak bzw. Jarinje) nicht benutzt werden. Grundsätzlich wird geraten, größere Menschenansammlungen zu meiden und besonders vorsichtig zu handeln.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Trotz der grundsätzlich sehr gastfreundlichen Einstellung der Bevölkerung wird in einigen Teilgebieten (v.a. der mehrheitlich von Kosovo-Serben bewohnten Region nördlich des Flusses Ibar) der Republik Kosovo weiterhin empfohlen, sich bei individuell durchgeführten Reisen von Ortskundigen begleiten zu lassen.
Innenpolitische Lage
Im restlichen Teil Kosovos ist die Lage ruhig.
Zuletzt war es im März 2008 im Nachgang zur Unabhängigkeitserklärung der Republik Kosovo in Nord-Mitrovica zu gewalttätigen, gegen UNMIK und KFOR gerichteten Ausschreitungen in größerem Umfang gekommen. Damals wurden auch Schusswaffen und Explosionsstoffe gebraucht. Anlässlich einer Demonstration in Nord-Mitrovica kam es auch am 02.07.2010 zur Explosion einer Handgranate, bei der eine Person getötet wurde. Isolierte Zwischenfälle können auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.
Es wird empfohlen, sich auch über die lokalen Medien über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren.
Reisen über Land / Kriminalität
Bei Nachtfahrten durch Kosovo besteht ein erhöhtes Risiko: U.a. mindere Qualität des Straßenbelags sowie der Straßen- und Kfz-Beleuchtung erfordern höchste Aufmerksamkeit. Â
Besucher des Landes werden in der Regel nicht Opfer von Verbrechen, die von organisierter Kriminalität ausgehen. Auch Kleinkriminalität gegenüber Ausländern ist selten. Vor dem Hintergrund der weit verbreiteten Armut wird jedoch angeraten, die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.Â
Kosovo ist nach Einschätzung von UNMAAC mittlerweile weitgehend minenfrei, wegen gleichwohl fortbestehender Minengefahr wird jedoch angeraten, die befestigten Straßen und ständig befahrenen Wege nicht zu verlassen.Â
In Kosovo befinden sich mehrere hunderttausend illegale Schusswaffen in Privatbesitz; die Hemmschwelle zu deren Einsatz ist vergleichsweise niedrig. Der Einsatz von Waffengewalt richtet sich jedoch in aller Regel nicht gegen Ausländer.Â
Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit anlässlich politischer Demonstrationen sollten gemieden werden. Â



