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Jemen Länderinfos - Reise- und Sicherheitsinformationen


 

 


Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 28.05.2008

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt rät bei Reisen nach Jemen zu besonderer Vorsicht.
Von Reisen in die Provinzen Hadramaut, Marib und Sa'ada wird dringend abgeraten.

Terrorismus
Im Jemen kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen. Westliche Ausländer und Interessen sind besonders gefährdet. Außerdem flammen Kampfhandlungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen nicht nur in der Provinz Sada'a, sondern auch in anderen Landesteilen auf (siehe Interne Konflikte).

Am 15.05.2008 drohte ein jeminitischer Ableger der Terrororganisation Al-Qaida auf deren Website mit Anschlägen auf nicht-islamische Ausländer im Jemen und auf der gesamten arabischen Halbinsel. Bereits am 18.03.2008 wurde in Sanaa die US-Botschaft mit Mörsergranaten beschossen, dabei kam es zu Personenschäden. Am 06.04.2008 wurde nach gleichem Muster ein in einem Vorort von Sanaa gelegener Wohnkomplex, in dem u.a. auch amerikanische Staatsbürger und Bedienstete der US-Botschaft untergebracht waren, angegriffen -  es entstand Sachschaden. Ein weiterer Anschlag mit Mörsergranaten ereignete sich am 30.04.2008 in der Nähe des Finanzministeriums und des Hauptzollamts in Sanaa. Am 18.01.2008 war es in Wadi Hadramaut und am 02.07.2007 in Marib zu terroristischen Überfällen auf Touristengruppen mit Todesopfern gekommen.

Reisen über Land
Reisenden wird aufgrund der komplexen Sicherheitslage im Land besonders sicherheitsbewusstes Verhalten und das Treffen angemessener Sicherheitsvorkehrungen empfohlen. Besondere Vorsicht sollte bei Menschenansammlungen, beim Besuch staatlicher Einrichtungen und Lokalitäten mit überwiegend westlichen Besuchern (z.B. Kettenrestaurants, Hotels, westliche Markengeschäfte) geübt werden.

Interne Konflikte
In der gesamten Region Sa'ada sind nach gescheiterten Friedensvermittlungen derzeit wieder Kampfhandlungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen im Gange, weshalb von Reisen in die Region dringend abgeraten wird.

Mitunter kann es aber auch in anderen Landesteilen zu Gefechten zwischen Aufständischen-Gruppen und Sicherheitskräften kommen, so zuletzt bei Bani Hushaish (ca. 20 km östlich von Sanaa, nahe der Straße Sanaa-Marib).

Entführungen
Der Jemen ist ein interessantes und vielseitiges Land, das sich auch im Angebot deutscher Reiseunternehmen befindet. Terroristische Anschläge (siehe oben) und stammesbedingte Entführungen beeinträchtigen jedoch den Tourismus. Entführungen ausländischer Staatsangehöriger, unter anderem in den Provinzen Marib, Shabwa, Sada'a und Amran (zuletzt im August 2007 in der Provinz Shabwa), hatten keine terroristischen Motive. Ausländische Touristen wurden von Stämmen festgehalten, die damit von der eigenen Regierung Gegenleistungen zu erpressen versuchten. Entführungen können grundsätzlich im ganzen Lande, auch in den Städten, stattfinden.

Die jemenitische Regierung bemüht sich nach Kräften, die Bevölkerung wie auch Touristen und im Lande lebende Ausländer vor Gewaltakten zu schützen.

Es wird aber dringend empfohlen, Reisen im Jemen immer durch eine Reiseagentur organisieren zu lassen oder in Kooperation mit zuverlässigen und erfahrenen jemenitischen Partnern zu unternehmen. Von Einzelreisen durch das Land wird nachdrücklich abgeraten.

Minengefahr
Bei Reisen in den Süden des Landes wird wegen nicht eindeutig lokalisierter Minenfelder von Fahrten abseits befestigter Straßen abgeraten, auch wenn während der letzten Jahre ein Großteil der Gebiete gesäubert werden konnte. Es verblieben Minen insbesondere entlang der Hauptstraße von Aden nach Sana'a bis Al-Anad, entlang der Küstenstraßen östlich von Aden sowie westlich von Mukalla und um die Hafenstadt Bir Ali.

Schiffsreisen/ -expeditionen
Von individuellen Schiffreisen in den jemenitschen Gewässern wird abgeraten. Aufgrund der militärischen Bedeutung der Inseln im Roten Meer sind diese zum Großteil militärisches Sperrgebiet. Wegen Fischereirechten im Roten Meer treten regelmäßig Konflikte mit Eritrea auf. Im Gebiet Bab al-Mandab und den Somalia vorgelagerten Gewässern werden regelmäßig Piraterievorfälle sowie Probleme wegen des Flüchtlingsschmuggels von Somalia nach Jemen gemeldet.

Dieselversorgungskrise
Die Versorgung mit Dieselkraftstoff ist derzeit nicht in ausreichendem Maße gewährleistet. Es besteht aufgrund der Knappheit und möglicher Preissteigerungen landesweit die Gefahr von Protesten und Ausschreitungen.

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