Länderinfos
Uruguay
Wirtschaftsprofil

Wirtschaftsprofil

Uruguay

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Uruguay ist überwiegend ein Agrarland, besonders die Viehwirtschaft ist von Bedeutung. Wolle und Rindfleisch sind die wichtigsten Exportgüter. Milchprodukte werden vor allem in die Nachbarstaaten ausgeführt. Angebaut werden Getreide, Reis, Obst und Gemüse. Die Landwirtschaft, die zwar mit 9,3 % (Stand: 2005) nur einen begrenzten Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwirtschaftet, jedoch etwa 60 % der Exporte beisteuert, prägt das Land.
Die Fertigungsindustrie spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle und konzentriert sich auf aus Erdöl und Kohle gewonnene Produkte sowie auf Chemikalien, Textilien, Transportausrüstungen und Lederwaren. Der Anteil der Industrie am BIP liegt bei rund 31 % (Stand: 2005). Öl und Kohle, sowohl für die Produktion als auch für den eigenen Energieverbrauch, werden importiert. Der Bergbau beschränkt sich in geringem Umfang auf den Abbau von Baumaterialien, Industriemineralien und Gold.

Wirtschaftslage
Nach Überwindung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu Beginn der neunziger Jahre hatte das Land ein stetiges Wachstum von ca. 5 % zu verzeichnen. Von 1999 bis 2002 litt das Land unter einer Rezession. 2003 lag das Wirtschaftswachstum dank der gestiegenen Exporteinnahmen wieder bei 2,5 % und 2005 bei starken 6,5 %.

Wirtschaftspolitik
Uruguay versucht durch eine umfangreiche Schuldenumwandlung im Mai 2003, mit einer 93%-igen Akzeptanz für die fünfjährige Streckung der Staatsanleihen (5,4 Mrd. USD, davon 3,4 Mrd. international), die drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden. Die Staatsverschuldung war nach den vorläufigen Schätzungen im Jahr 2005 mit nominal 12,27 Mrd. USD zwar annähernd gleich wie im Vorjahr 2004. Die Schuldenquote im Verhältnis zum BIP ging jedoch von 92 % auf 73 % deutlich zurück.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner sind Brasilien, Argentinien, die USA und Deutschland.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Uruguay ist Gründungsmitglied von Mercosur, dem südamerikanischen Binnenmarkt, sowie Mitglied der Asociación Latinoamericana de Integración (ALADI), der Handelsvereinigung Südamerikas, und der Inter-American Development Bank.

Umgangsformen

Spanischkenntnisse sind von Nutzen, aber die meisten Geschäftsleute sprechen auch Englisch. Terminvereinbarung ist üblich, und Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten sollten auf der Rückseite eine spanische Übersetzung haben. In der Karnevalszeit ruht das Geschäftsleben. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.30-18.30/19.00 Uhr. Behörden: Mo-Fr 12.00-19.00 Uhr (Mitte März - Mitte November), Mo-Fr 07.30-13.30 Uhr (Mitte November - Mitte März).

Kontaktadressen

Handelsabteilung der Botschaft der Republik Uruguay
Budapester Straße 39, D-10787 Berlin
Tel: (030) 263 90 16. Fax: (030) 26 39 01 70.
E-Mail: urubrande@t-online.de

Deutsch-Uruguayische Handelskammer
Pza. Independencia 831, Edificio Plaza Mayor, CP 11100, UY-Montevideo
Tel: (02) 901 05 75. Fax: (02) 908 56 66.
E-Mail: camural@ahkurug.com.uy
Internet: www.ahk-uruguay.com/german

Handelsabteilung der Botschaft der Republik Uruguay
Wallnerstraße 4/III, 17, A-1010 Wien
Tel: (01) 535 66 36. Fax: (01) 535 66 18.
E-Mail: uruvien@embuy.at

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
Talstrasse 11, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 272 08 52. Fax: (044) 219 79 15.
E-Mail: admin@latcam.ch
Internet: www.latcam.ch

Cámara Nacional de Comercio (Handelskammer)
Edificio de la Bolsa de Comercio, Rincón 454, Piso 2, C.P. 11000 Montevideo
Tel: (02) 916 12 77. Fax: (02) 916 12 43.
E-Mail: generica@cncs.com.uy
Internet: www.cncs.com.uy

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