Großbritannien und Nordirland Länderinfos - Wirtschaftsprofil

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Wirtschaft


Wichtige Wirtschaftszweige
Als Mitglied der G8 ist Großbritannien eines der führenden Industrieländer der Welt. Die wichtigsten Wirtschaftszweige neben dem Dienstleistungssektor, der über zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet und in erster Linie die Bereiche Fremdenverkehr, Finanzwesen, Massenmedien, Datenverarbeitung und Telekommunikation umfasst, sind die Erdöl- und Erdgasförderung in der Nordsee, der Fahrzeug-, Schiff-, Maschinen- und Flugzeugbau, die chemische, elektrotechnische sowie die Textilindustrie. Auch der Tourismus spielt eine Rolle. Großbritannien nimmt auf der Liste der beliebtesten Reiseländer der Welt den sechsten Platz ein. 2004 wurden mit mehr als 26,34 Millionen Besuchern alle Rekorde gebrochen.
Aufgrund der überdurchschnittlichen Größe ihrer Betriebe und ihrer Viehbestände zählt die britische Landwirtschaft zu den leistungsfähigsten der EU. Gleichzeitig ist der Agrarsektor durch einen starken Strukturwandel gekennzeichnet und trägt nur noch mit 1,1 % (2005) zum britischen Bruttosozialprodukt bei.

Wirtschaftslage
Die positive Entwicklung der britischen Wirtschaft in den vergangenen Jahren spiegelt sich unter anderem in sinkenden Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten wider, darüber hinaus konnte das Haushaltsdefizit reduziert werden. Das Wirtschaftswachstum sank 2005 auf 1,8 % von 3,1 % im Vorjahr. Schuld war u.a. der abgekühlte Immobilienmarkt und der abgeschwächte private Konsum. Die Arbeitslosenquote erreichte Mitte 2004 historisch niedrige 4,8% und blieb bis Anfang 2006 mit 5,0 % nahezu konstant.
Demgegenüber weist die Außenhandelsbilanz ein weiterhin hohes Defizit auf; dies ist in nicht unerheblichem Maße auf das starke britische Pfund zurückzuführen.

Wirtschaftspolitik
Eckpfeiler der Wirtschaftspolitik der Regierung unter Tony Blair sind die Förderung des Wettbewerbs, Minimierung des staatlichen Einflusses auf die Wirtschaft (u.a. auch auf das Gesundheitswesen) und Abbau von Regulierungen. Eingeleitet wurde der Rückzug des Staates aus der Wirtschaft durch die Privatisierung der Staatsbahnen sowie Staatsunternehmen in den Branchen Erdölindustrie, Fernmeldewesen, Gas, Elektrizität und Wasserversorgung und deren Umwandlung in Aktiengesellschaften.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner sind mit Abstand Deutschland und die USA. Die Diskussion um den Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion, den Großbritannien vorerst nicht vornehmen wird, veranschaulicht die gegenwärtige Skepsis der Briten, sich in die europäische Wirtschaft weiter zu integrieren. Die Labour-Regierung steht einem Beitritt - unter bestimmten Voraussetzungen - jedoch nicht ablehnend gegenüber.

Mitgliedschaft in internationalen OrganisationenGründungsmitglied Vereinte Nationen (1945), Weltbank u. IWF (1945), OEEC/OECD (1948), NATO (1949), Commonwealth (1949), Europarat (1950), KSZE/OSZE (1975), Beitritt EG/EU 1973.

Umgangsformen

Englischkenntnisse sind absolut erforderlich. In Geschäftskreisen wird in der Regel immer noch traditionell ein Nadelstreifenanzug (Pin-striped suit) oder ein dunkler Anzug bzw. ein elegantes Kostüm getragen. Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: I. allg. Mo-Fr 09.00/09.30-17.00/17.30 Uhr. Gleitzeit ist ebenfalls verbreitet.

Kontaktadressen

German-British Chamber of Industry & Commerce
Mecklenburg House, 16 Buckingham Gate, GB-London SW1E 6LB
Tel: (020) 79 76 41 00. Fax: (020) 79 76 41 01.
E-Mail: mail@ahk-london.co.uk
Internet: www.ahk-london.co.uk

British-Swiss Chamber of Commerce
Bellerivestrasse 209, CH-8008 Zürich.
Tel: (044) 422 31 31. Fax: (044) 422 32 44.
E-Mail: info@bscc.co.uk
Internet: www.bscc.co.uk

British Chambers of Commerce (Dachverband der Industrie- und Handelskammern von Großbritannien)
65, Petty France, GB-London SW1H 9EU
Tel: (020) 76 54 58 00. Fax: (020) 76 54 58 19.
E-Mail: info@britishchambers.org.uk
Internet: www.chamberonline.co.uk

Konferenzen/Tagungen

Die verschiedenen Tagungsstätten – Kongresszentren, Hotels, Universitäten, Herrenhäuser, Schlösser, Theater und sogar Fußballstadien und Pferderennbahnen – sind in einer Reihe von Veröffentlichungen verzeichnet. London und Birmingham haben als Kongressstädte einen internationalen Ruf, aber auch in anderen Städten wie Glasgow, Leeds, Manchester, Newcastle, Bristol, York und den Kleinstädten Chester, Salisbury, Llandudno und Inverness stehen gute Konferenzeinrichtungen zur Verfügung. Die politischen Parteien halten ihre Parteitage traditionell in Badeorten wie Blackpool (in den bekannten Winter Gardens), Bournemouth und Brighton ab. Zweckgebundene Tagungsstätten in London haben teilweise Kapazitäten für bis zu 19.000 Teilnehmer.
Venuemasters (Internet: www.venuemasters.co.uk/) ist ein großbritannienweiter Zusammenschluss von über 90 universitären Einrichtungen, die als Gruppenunterkünfte sowie für Konferenzen gebucht werden können.

Weitere Informationen, Broschüren (u. a. The British Conference Destinations Directory) und Planungshilfen von der British Association of Conference Destinations (BACD) (Britischer Verband der Konferenzorte), 6th Floor, Charles House, 148-149 Great Charles Street, GB-Birmingham B3 3HT. (Tel: (0121) 212 14 00. Fax: (0121) 212 31 31. E-Mail: info@bacd.org.uk; Internet: www.bacd.org.uk).




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