Somalia Länderinfos - Reise- und Sicherheitsinformationen

 

 


Reisewarnung vom Auswärtigen Amt:
Stand: 2.05.2008

Reisewarnung

Vor Reisen nach Somalia wird eindringlich gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen.

Reisende gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.

Die Deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen, die Gewährung von konsularischem Schutz ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia (Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129).

In Somalia, insbesondere in Zentral-und Südsomalia, hat sich die Sicherheitslage seit dem Einmarsch äthiopischer Truppen zur Unterstützung der somalischen Übergangsregierung und der Vertreibung der islamischen Gerichtshöfe Ende 2006 verschärft. In der Vergangenheit kam es wiederholt zu Entführungen, aber auch zu Mordanschlägen auf einen westlichen Journalisten und eine Nonne in Mogadishu. Die Zahl der Selbstmordattentate in Zentral- und Südsomalia, v.a. in Mogadischu, nahm in den letzten Monaten zu. Es ist nach wie vor stets damit zu rechnen, daß es zu Anschlägen (ferngesteuerte Sprengsätze, Granatbeschuss u.ä.) und bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen kommt, die auch Unbeteiligte in größerer Zahl in Mitleidenschaft ziehen (können).

Auch in Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und Somaliland (im Nordwesten Somlias) muss mit extremer Unsicherheit bis hin zu kriegsähnlichen bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden. Zudem ist es in Puntland jüngst zu mehreren Entführungen westlicher Staatsangehöriger gekommen.

Reisen nach Somaliland sind grundsätzlich als etwas weniger riskant, aber immer noch überdurchschnittlich gefährlich zu beurteilen. Dies wurde durch die Entführung eines deutschen Staatsangehörigen in der zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Sanaag-Region erneut unterstrichen.

Die Sicherheitslage in ganz Somalia (dies gilt auch für Somaliland!) ist zudem durch eine sehr hohe Kriminalität gekennzeichnet.Wegen der Gefahr von Piraten, die in jüngster Zeit auch weit von der somalischen Küste entfernt aufgetreten sind, wird empfohlen, die somalische Küste möglichst zu meiden. Das IMB Piracy Reporting Centre (PRC) in Kuala Lumpur empfielt, mindestens 200 Seemeilen Abstand zur Küste zu wahren. Es sollte insbesondere ein Kurs zwischen der Insel Sokotra und der somalischen Küste vermieden werden.




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