Senegal Reise- und Sicherheitsinformationen

Senegal

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2012
Unverändert gültig seit: 02.02.2012

Aktuelle Hinweise

Ende Januar gab das senegalesische Verfassungsgericht die Kandidatenliste für die  Präsidentschaftswahlen am 26. Februar bekannt. Die Opposition ficht eine erneute Kandidatur von Präsident Wade sowie die Nichtzulassung anderer Kandidaten an. Es kam am 27. sowie am 31. Januar zu Demonstrationen und Gewalttätigkeiten in Dakar und anderen Städten. Mit weiteren Demonstrationen, die in Gewalt umschlagen können, ist im Umfeld der Wahlen zu rechnen. Größere Menschenansammlungen sollten daher immer gemieden werden.

Reisende sollten sich über das Internet, senegalesische Medien und bei der Botschaft über die aktuelle Lage informieren. Zur Zeit sollte von Reisen nach Senegal, die nicht unbedingt notwendig sind, nach Möglichkeit abgesehen werden.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen über Land / Kriminalität / Terrorismus

Grundsätzlich können sich Reisende in weiten Teilen des Senegal frei bewegen. Ausgenommen davon sind Teile der Casamance. Außerdem ist Folgendes unbedingt zu beachten:

Zwar ist Senegal selbst kein Kernland des terroristischen Netzwerks Al-Qaida im Maghreb, jedoch sind auch hier Al-Qaida-Einflüsse feststellbar, so dass potentiell Entführungsrisiken, auch grenzübergreifend, bestehen. Von Reisen in entlegene Grenzgebiete zu Mauretanien und Mali wird daher dringend abgeraten.

Übernachtungen im Freien, Fahrten im Dunkeln und Einzelreisen sollten im Senegal vermieden werden.

Reisende in die Casamance sollten sich kurzfristig über die Lageentwicklung informieren. In Teilen der Casamance ist es in den vergangenen Monaten wiederholt zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen der senegalesischen Armee und Rebellengruppen des MFDC sowie zu geographisch nicht vorhersagbaren Straßensperren der Rebellen gekommen, an denen Zivilisten zu Schaden kamen. Betroffen waren auch Vororte der Hauptstadt Ziguinchor. In Teilen der Casamance bestehen Gefahren durch Minenfelder.

Die touristischen Zentren am Cap Skirring (im äußersten Südwesten Senegals gelegen) und der dortige internationale Flughafen gelten weiter als sicher, ebenso die Schiffsverbindung von Dakar nach Ziguinchor.

Von Reisen auf den Nationalstraßen Ziguinchor-Banjul und der "Transgambienne", die Ziguinchor über die Fähre im gambischen Farafenni mit Dakar verbindet, wird abgeraten. Die Grenzgebiete der Casamance zu Guinea-Bissau und zu Gambia sollten gemieden werden.

Wie in vielen urbanen Zentren weltweit kann es in Dakar - im Zentrum, aber auch an den Stränden - zu aggressiven Belästigungen durch fliegende Händler, Bettler, Taschendiebe und selbsternannte Touristenführer sowie zu kriminellen Übergriffen wie Taschendiebstählen, aber auch gewalttätigen Übergriffen kommen. Spaziergänger sollten keine Wertsachen (Uhren, Ringe, Ketten) sichtbar mit sich tragen und auf das Mitführen von Taschen verzichten. Es wird dringend empfohlen, sich nachts nur mit dem Auto in der Stadt zu bewegen und einige unsichere Stadtteile und benachteiligte Vororte von Dakar dann auch zu meiden.

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