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Wirtschaft
Wichtige Wirtschaftszweige
Seit der Einführung der freien Marktwirtschaft 1989 hat eine erfolgreiche Umstrukturierung der polnischen Wirtschaft stattgefunden. Die Industrie und der Dienstleistungssektor sind heute die wichtigsten Arbeitgeber. Die bedeutendsten Industriezweige sind die Bereiche Lebensmittelverarbeitung, Energieversorgung, Bergbau und Hüttenindustrie, Maschinen, Elektrogeräte, Fahrzeuge und Textilien. Der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP beträgt ca. 65,5 % , der Industrie ca. 31,7 % und der Landwirtschaft ca. 2,8 % (Stand: 2005). Seit 1990 wird ein ständiger Rückgang des Anteils der Land-, Forstwirtschaft und Jagd am Bruttoinlandprodukt (BIP) verzeichnet. Dennoch beschäftigt die Landwirtschaft immer noch 16,4 % (Stand: 2004) aller aktiven Arbeitnehmer in Polen. Haupterzeugnisse sind Roggen, Weizen, Hafer, Zuckerrüben und Kartoffeln. Nutzvieh ist ein bedeutender Devisenbringer. Die polnische Landwirtschaft ist weiterhin von einem sehr hohen Anteil kleiner Betriebe, mangelhafter Infrastruktur und fehlenden Beschäftigungsalternativen geprägt.
Die Bedeutung des privaten Sektors in der Wirtschaft nimmt weiter zu. Der Privatsektor erwirtschaftet inzwischen 70 % des BIP und beschäftigt rund 70 % (Stand: 2003) der Arbeitnehmer. Der Anteil des privaten Sektors an der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel steigt kontinuierlich und wird durch die Privatisierung der Telekommunikation, der Energieerzeugung und der polnischen Staatsbahn weiter anziehen. Er steigt in der Industrieproduktion, im Montage- und Baubereich und im Einzelhandel kontinuierlich weiter, die Privatisierung der Großbetriebe, insbesondere in den schwierigen Branchen wie z.B. Stahlindustrie/Hütewesen, erfolgt jedoch sehr zögerlich.
Der Tourismussektor hat Wachstumspotential. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2004 kamen mit rund 52 Millionen Besuchern 20 % mehr Touristen nach Polen als im Vorjahreszeitraum.
Wirtschaftslage
Polen konnte in den neunziger Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnen. Nach etwa zweijähriger Stagnation setzte 2003 ein erneutes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 3,8 % ein, das 2004 mit 5,5 % eine lange nicht mehr gesehene Dynamik entwickelte. In 2005 wuchs das BIP um 3,2 %. Als Zugpferde dienten wie in den 90-er Jahren wieder eine hohe Inlandnachfrage, Privatisierungen und gesteigerte Exporte in die Länder der EU. Die Inflationsrate lag auch 2005 mit 2,1 % deutlich unter 5 % - ein unbestreitbarer Erfolg der polnischen Antiinflationspolitik der 90-er Jahre. 2004 machte die Inflationsrate mit 3,5 % zwar einen Sprung nach oben, konnte dem Wirtschaftswachstum aber dennoch nichts anhaben.
Die trotz anhaltenden Wirtschaftswachstums hohe Arbeitslosigkeit ist eines der zentralen Probleme Polens. Die Arbeitslosenquote verharrte bis 2003 jahrelang bei 19 % und sank bis 2005 auf 17,6 %. Dennoch hatte Polen damit weiterhin die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Das Haushaltsdefizit lag 2003 bei 5 % des BIP und ging 2005 auf 4,7 % zurück.
Der polnische Außenhandel entwickelte sich wie in den letzten Jahren auch 2005 dynamisch. Das Schwergewicht hat sich dabei auf die EU-Länder verlagert (70 % der Exporte und 61 % der Importe), wobei Deutschland eine herausragende Stellung einnimmt. Besonders erfreulich entwickeln sich seit einiger Zeit die polnischen Exporte. Unterstützt durch ausländische Direktinvestitionen, sind viele polnische Erzeugnisse inzwischen auch qualitativ wettbewerbsfähig.
Wirtschaftspolitik
Im Rahmen der Integration im EU-Raum, die an erster Stelle steht, beabsichtigt die Regierung eine Vereinfachung des Steuerwesens und die Werbung neuer ausländischer Investitionen. Tiefere Steuern als in den Nachbarländern (insbesondere Deutschland) sollen den Standort Polen attraktiver machen. Es wird allgemein damit gerechnet, dass Polen dem Europäischen Währungssystem (EWS II) frühestens 2007 beitreten wird und den Euro erst gegen Ende des Jahrzehnts einführen kann. Namentlich das hohe Haushaltsdefizit bildet derzeit eine Hürde.
Handelspartner
Deutschland, Italien, Russische Föderation, Frankreich, Großbritannien, China (VR), Tschechische Republik und die Niederlande
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Am 1. Mai 2004 trat Polen der Europäischen Union (EU) als Mitglied bei. Polen ist auch Mitglied der ILO, IMF, UNO, UNESCO, FAO, UNICEF, WHO, UNHCR, ITU, GATT, WMO, WTO (1995), OECD (1996), UPU, OSShD, ICAO, IMO, UNCTAD, UNDP, UNIDO, WIPO, INTERSPUTNIK, UNEP, IBSFC, HELCOM, OSCE, IFC, Weltbank, EBRD, Europarat, Ostseerat und der NATO. Polen ist ferner Gründungsmitglied der CEFTA.
Umgangsformen
Relativ formell, Geschäftsreisen sollten lange im Voraus vereinbart werden. Angestellte in staatlichen Organisationen und Behörden machen keine Mittagspause und nehmen dafür ihre Hauptmahlzeit nach 15.00 Uhr ein. Geschäftszeiten: Mo-Fr 07.00-16.00 Uhr.
Kontaktadressen
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Glinkastraße 5-7, D-10117 Berlin
Tel: (030) 220 25 51. Fax: (030) 229 24 51.
E-Mail: info@wirtschaft-polen.de
Internet: www.wirtschaft-polen.de
Abteilung für Handel und Investitionen der Polnischen Botschaft
Titlgasse 15, A-1130 Wien
Tel: (01) 877 73 12. Fax: (01) 877 35 97.
E-Mail: info@handelsratpolen.at
Internet: www.handelsratpolen.at
Wirtschafts- und Handelsabteilung der Polnischen Botschaft
Elfenstrasse 9, Postfach 198, CH-3006 Bern
Tel: (031) 350 82 82. Fax: (031) 351 34 57.
E-Mail: postmaster@weh-pl-bern.ch
Internet: www.weh-pl-bern.ch
Handelskammer Schweiz-Mitteleuropa (SEC)
c/o SOFI, Stauffacherstr. 45, CH-8026 Zürich
Tel.: (044) 249 48 80. Fax: (044) 249 49 66.
E-Mail: info@sec-chamber.ch
Internet: www.sec-chamber.ch
Deutsch-Polnische Wirtschaftsförderungsgesellschaft AG
Ul. Kobylogórska 68 , PL-66-400 Gorzów Wlkp (Landsberg an der Warthe)
Tel: (095) 720 83 40. Fax: (095) 720 83 41.
E-Mail: twg@twg.pl
Internet: www.twg.pl
Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa (Polnisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer)
Ul. Miodowa 14, PL-00-246 Warszawa
Postanschrift: P.O. Box 62, PL-00-952 Warszawa
Tel: (022) 531 05 00. Fax: (022) 531 06 00.
E-Mail: info@ihk.pl
Internet: www.ihk.pl
Krajowa Izba Gospodarcza (Handelskammer)
Trebacka 4, PO Box 361, PL-00-074 Warszawa
Tel: (022) 630 96 00. Fax: (022) 827 46 73.
E-Mail: mkloczko@kig.pl
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Konferenzen/Tagungen
Die größten Konferenzzentren befinden sich in Warschau, Posznan, Krakau, Wroclaw und Gdansk, einige andere Städte bieten ebenfalls Konferenzeinrichtungen.






