Länderinfos
Peru
Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Peru

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 07.07.2009


Aktueller Hinweis

Derzeit besteht landesweit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit unangekündigter Streiks und Straßenblockaden.

Reisenden wird daher empfohlen, sich vor Überland-Reisen bei den Behörden oder Reiseagenturen über die aktuelle Lage zu informieren und sich im Übrigen auch auf Streiks bei innerstädtischem Transport einzustellen.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität


Peru liegt, was die Kriminalität betrifft, im lateinamerikanischen Mittelfeld. Das schließt für Touristen das Risiko ein, Opfer von Diebstählen oder Überfällen zu werden. Auf der Panamericana (Hauptverbindung Nord - Süd) wird seit einiger Zeit ein Anstieg der Überfälle auf Überlandbusse registriert.

In Lima wird zu besonderer Vorsicht abends in der Innenstadt geraten. Auf Märkten und in Busstationen sind Diebstähle häufig.

In Cusco wurde zwar ein digitales Video-Überwachungssystem rund um die Plaza de Armas installiert; es wird dennoch davon abgeraten, nachts allein zu Fuß durch die Stadt zu gehen; selbst für kurze Entfernungen sollte ein Taxi genommen werden.

In Arequipa empfiehlt es sich dringend, ein zuverlässiges Telefon-Taxi zu nehmen, da Taxiüberfälle dort in letzter Zeit zugenommen haben.

Im Tal der Flüsse Apurímac und Ene kommt es sporadisch zu Überfällen bewaffneter Gruppen auf Angehörige und Einrichtungen der Sicherheitskräfte. Eine Gefährdung von Reisenden kann dort nicht ausgeschlossen werden. Daher wird empfohlen, die genannte Region bei Reisen zu meiden.

Es wird ferner empfohlen:

  • Aufmerksamkeit walten zu lassen und möglichst nicht allein und vor allem nicht nachts zu reisen;
  • bei Überfällen auf keinen Fall Gegenwehr zu leisten oder die Täter zu provozieren;
  • Bei der Wahl der Unterkunft auf Sicherheitsaspekte (Nachtwächter, Hotelsafe, Zimmertelefon) zu achten;
  • bei Bahn- und Busreisen Wertsachen nicht im Handgepäck, sondern am Körper zu tragen;
  • Kreditkarten nicht ständig mit sich zu führen, vor allem nicht abends und nachts; Diebstähle in Bussen und an Busterminals sind weit häufiger als in preiswerten Hotels
  • Armenviertel in Großstädten zu meiden;
  • wegen der Verkehrs- und Kriminalitätsrisiken auf nächtliche Überlandfahrten zu verzichten
  • auf keinen Fall von Huánuco aus die Strecke Tingo Maria - Tocache nach Tarapoto bzw. nach Pucallpa benutzen. Dort ist die Gefahr für Überlandreisende derzeit besonders hoch;
  • jede Berührung mit Drogen aller Art zu vermeiden (hohe Strafen, s.u.), Vorsicht walten zu lassen gegenüber Personen, die während der Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen, und Gepäck nie unbeaufsichtigt zu lassen.
Reisen über Land

In Peru kommt es immer wieder regional zu sozialen Unruhen, die schnell eskalieren können. Die Reisefreiheit kann dadurch in den betroffenen Gebieten jederzeit zeitlich und räumlich stark eingeschränkt sein.

Reisende in Peru sollten daher die Medienberichte aufmerksam verfolgen und ihre Reiseplanung entsprechend anpassen.

In zahlreichen Provinzen wurde zur Bekämpfung des Drogenanbaus und zur Terrorismusabwehr der Ausnahmezustand verhängt. Polizei und Streitkräfte verfügen über weitreichende Sonderrechte.

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