Länderinfos
Nicaragua
Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen

Nicaragua

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 11.06.2009

Aktueller Hinweis

Nicaragua hat angesichts des Ausbruchs der Influenza A(H1N1) in Mexiko nationale Alarmpläne in Kraft gesetzt. Reisende werden sowohl an den Flughäfen, wie auch an den Landgrenzen besonders kontrolliert. Besondere Gepäckkontrollen werden durchgeführt. Mit Behinderungen im Reiseverkehr vor allem auf dem Landweg ist zu rechnen.

Aktuelle Informationen zur Influenza A(H1N1)
SicherheitshinweiseAufgrund der aktuellen politischen Situation Nicaraguas kommt es häufiger zu Demonstrationen und gewaltsamen Ausschreitungen. Entsprechende Hinweise sollten beachtet sowie Menschenmengen und Demonstrationen gemieden werden.

Kriminalität

In Taxis kommt es derzeit häufig zu Raubüberfällen auch mit Schusswaffen. Es wird entschieden davon abgeraten, Taxis am Straßenrand heranzuwinken. Auch bei Tageslicht oder für Gruppenreisende sind solche Taxis kein sicheres Verkehrsmittel.

Sofern nicht auf die Taxibenutzung verzichtet werden kann, sollten unbedingt zumindest registrierte Radiotaxis oder Hotel-Taxis gewählt werden. Dem Taxifahrer sollte mitgeteilt werden, dass keine weiteren unbekannten Mitfahrer erwünscht sind. Auch der Preis sollte vor der Fahrt ausgehandelt werden. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, einem Dritten vor der Fahrt die Nummer des Taxis, Lizenz des Fahrers und Fahrtziel für den Fahrer sichtbar mitzuteilen. Das Risiko eines Überfalls lässt sich allerdings durch diese Vorsichtsmaßnahmen nicht vollständig vermeiden.

Von Spaziergängen nach Einbruch der Dunkelheit sollte in jedem Fall abgesehen werden.

In Managua besteht bei Marktbesuchen sowie auf allen Busbahnhöfen ein hohes Überfall- und Diebstahlrisiko. Vom Besuch des Mercado Orientals und Umgebung wird abgeraten. Märkte sollten nur mit Ortskundigen besucht werden. Die Gegend in Seenähe sollte gemieden werden.

Auch in touristischen Zonen wie der alten Kathedrale und am Malecón, sowie in den Städten Granada und León kommt es immer wieder zu  bewaffneten Raubüberfällen, ebenso in der Umgebung des Busbahnhofes der Firma TICABUS in Managua im Stadtviertel Martha Quezada - unweit der Deutschen Botschaft. Reisende, die mit dem Bus aus Costa Rica oder Honduras ankommen, sollten dort äußerste Vorsicht walten lassen und sich keinesfalls während der Dunkelheit dort aufhalten.

Generell wird geraten, einsame Straßen zu meiden. Jedoch sollte man sich auch in belebten Straßen nicht auf die Zivilcourage der Zuschauer verlassen.

In den Regionen Nueva Segovia, Madriz, Jinotega, Estelí und Matagalpa abseits der Städte sind Polizei und Armee in den dünn besiedelten Landregionen nicht immer in der Lage, die Sicherheit zu garantieren. Gleiches gilt für die Región Autónoma del Atlantico Norte (RAAN), hier insbesondere für die Städte Siuna, Bonanza und La Rosita.

Reisende sollten ihr Gepäck nie aus den Augen lassen. In jüngster Vergangenheit kam es besonders am Grenzübergang zu Costa Rica - aber auch an Busbahnhöfen und vereinzelt auch am Flughafen von Managua - zu Diebstählen.

Auf Wertsachen (auch billigen Modeschmuck) sollte möglichst verzichtet werden. Die Kleidung sollte sich der Umgebung anpassen sowie unauffällig und leger sein. Ausländer sind ohnehin leicht erkennbar und gelten generell als wohlhabend.

Auch beim Besuch von Corn Island und Little Corn Island ist wegen gestiegener Kriminalität der als Drogenumschlagplatz dienenden Inseln Vorsicht geboten.

Es ist aufgrund der häufigen Passdiebstähle ratsam, den Reisepass im Hotelsafe sicher zu verwahren und sich gegenüber den nicaraguanischen Behörden mit einer beglaubigten Passkopie auszuweisen, die neben der Passseite mit den personenbezogenen Angaben auch die Seite mit dem nicaraguanischen Einreisestempel beinhalten sollte.

Im Falle eines Überfalles sollte kein Widerstand geleistet werden, da die Hemmschwelle der Kriminellen erfahrungsgemäß sehr niedrig ist.

Reisen über Land / Straßenverkehr

Im Norden Nicaraguas sind infolge des Bürgerkriegs in den 80er-Jahren noch einige Landstriche abseits der Hauptstraßen vermint. Daher wird dort von Ausflügen abseits der Wege und Straßen - auch in Begleitung Ortskundiger - abgeraten.

Im Straßenverkehr ist wegen des oft schlechten Zustands der Fahrbahnen, der oft kaum fahrtüchtigen Fahrzeuge sowie der teilweise unberechenbaren Fahrweise der Verkehrsteilnehmer, besonders umsichtiges und defensives Verhalten geboten. Generell sollten bei Überlandfahrten nur Geländefahrzeuge benutzt werden. Von Nachtfahrten wird abgeraten.

Es wird davon abgeraten, Anhalter mitzunehmen. Bei Verwicklung in einen Unfall sollte das Fahrzeug auf keinen Fall fortbewegt werden.

Naturkatastrophen

Nicaragua ist erdbebengefährdet, insbesondere die Hauptstadt Managua. Bei dem letzten großen Beben 1972 wurde die Hauptstadt fast vollständig zerstört. Es wird deshalb geraten, sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben vertraut zu machen.

Darüber hinaus liegt Nicaragua in der hurrikangefährdeten Zone (Hurrikansaison: ca. Juni bis November). Zudem ist in der Regenzeit von Mai bis November im ganzen Land mit starken Tropenstürmen und Überschwemmungen zu rechnen.

Der Vulkan Concepción auf der Insel Ometepe zeigt immer wieder Aktivität und stößt Gase und Asche aus. Betroffen sind, außer der Insel selbst, auch die westlich gegenüber der Insel gelegenen Landesteile um die Stadt Rivas in der Nähe des Touristenortes San Juán del Sur. Bei einem beabsichtigten Besuch der Insel und der Region Rivas sollte dies in Betracht gezogen werden.

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