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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.10.2008
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Der tropische Zyklon Nargis hat in der Nacht vom 2. auf 3. Mai 2008 schwere Verwüstungen im Irrawaddy-Delta und in der Hauptstadt Rangun angerichtet. Mehr als 80.000 Menschen wurden getötet. Der Ausnahmezustand für den südlichen Teil der Ayeyarwady Division und das gesamte Stadtgebiet von Rangun wurde formell bisher nicht aufgehoben. Gleichwohl hat sich die Situation im innerstädtischen Bereich Ranguns normalisiert. Elektrizitäts- und städtische Wasserversorgung sowie Fest- und Mobiltelefonnetze sind wieder nahezu vollständig funktionsfähig.
Die Sehenswürdigkeiten in Rangun sind weitestgehend unbeschädigt geblieben und sind für die Öffentlichkeit wieder uneingeschränkt zugänglich. Die Sehenswürdigkeiten in Zentralmyanmar (Bagan, Mandalay und Inle-See) waren vom Sturm nicht betroffen.
Die Infrastruktur im Irrawaddy-Delta ist jedoch weiterhin schwer beschädigt. Es liegen zudem vereinzelte Berichte vor, dass Touristen, die auf dem Landweg durch das Irrawaddy-Delta nach den Badeorten Ngwe Saung und Chaungtha reisen wollten, aufgefordert wurden, sich eine nach Auskunft der myanmarischen Behörden eigentlich nur für Aufenthalte im Delta selbst erforderliche Reisegenehmigung zu beschaffen.
Innenpolitische Lage
Ende September 2007 kam es in verschiedenen Städten Myanmars, darunter auch Rangun und Mandalay, zu friedlichen Demonstrationen, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst wurden. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt. Unter den Toten befand sich auch ein ausländischer Journalist. Reisenden wird empfohlen, sich von eventuellen Protestzügen und anderen Menschenansammlungen fernzuhalten. Auch zunächst friedliche Proteste können unvermittelt in gewalttätigen Auseinandersetzungen enden.
Terrorismus
Immer wieder, zuletzt im September 2008, werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt. Die bisher schwersten derartigen Terroranschläge fanden im Mai 2005 in Rangun statt, als in zwei der am meisten frequentierten Supermärkte und in einem Messegebäude zahlreiche Menschen getötet bzw. verletzt wurden
Die Urheber der Anschläge sind weiterhin unbekannt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die Anschläge gezielt gegen Ausländer richten. Sie wurden aber auch an öffentlichen Orten verübt, an denen sich auch Ausländer aufhalten. Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, Menschenansammlungen und stark frequentierte Orte zu meiden.
Reisen im Land
In einigen Grenzregionen zu Indien (Chin State und Sagaing Division) und Thailand (Teile der Shan, Mon, Kayin und Kayah States) werden unverändert bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten.
Es bestehen staatliche Reisebeschränkungen für die meisten Grenzgebiete, aber auch für andere Landesteile. Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen können beim staatlichen Reisebüro Myanmar Travels and Tours (MTT), 77-91 Sule Pagoda Road, Yangon, Tel. 0095-1-252859, 378376, Fax 0095-1-254417, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://www.myanmartoursandtravel.com, eingeholt werden.
Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay, Inle-See und Ngapali sind im Regelfall jederzeit möglich. Bei allen anderen Reisezielen sollte vorher von einem erfahrenen Reisebüro geprüft werden, ob und ggf. unter welchen Umständen die konkrete Reise (Ziel, Route, Transportmittel) erlaubt ist. Für Reisen in bestimmte Gebiete ist eine entsprechende Reisegenehmigung erforderlich. Es liegen Berichte vor, dass Reisende trotz Reisegenehmigung von Sicherheitskräften festgehalten wurden. Ausländische Reisende, die ohne erforderliche Reisegenehmigung angetroffen werden, müssen mit Haftstrafen rechnen.
Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden sind auf den Überlandstraßen auf der Tagesordnung. Hotels und Gästehäuser müssen der Polizei die Passdaten ihrer Übernachtungsgäste zur Verfügung stellen. Reisende sind auch deswegen verpflichtet, ihren Reisepass ständig bei sich zu führen.
Flugverkehr
Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Zuletzt haben sich am 19.02. (abgebrochener Startversuch mit Verletzten) und am 04.03.2008 (Ausfall einer Turbine) zwei Zwischenfälle mit Turboprop-Maschinen der Air Bagan auf Inlandsflügen ereignet. Die deutsche Botschaft in Rangun rät ihren eigenen Beschäftigten seit Jahren, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (IATA-Code: UB) zu verzichten. Myanma Airways ist nicht identisch mit der auch international operierenden Myanmar Airways International (IATA-Code: 8M)
Naturkatastrophen
Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den Küstenregionen treten während des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf.
Während des Monsuns zwischen Ende Mai und Oktober kann es im ganzen Land aufgrund der starken Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.
Stand: 02.10.2008
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Der tropische Zyklon Nargis hat in der Nacht vom 2. auf 3. Mai 2008 schwere Verwüstungen im Irrawaddy-Delta und in der Hauptstadt Rangun angerichtet. Mehr als 80.000 Menschen wurden getötet. Der Ausnahmezustand für den südlichen Teil der Ayeyarwady Division und das gesamte Stadtgebiet von Rangun wurde formell bisher nicht aufgehoben. Gleichwohl hat sich die Situation im innerstädtischen Bereich Ranguns normalisiert. Elektrizitäts- und städtische Wasserversorgung sowie Fest- und Mobiltelefonnetze sind wieder nahezu vollständig funktionsfähig.
Die Sehenswürdigkeiten in Rangun sind weitestgehend unbeschädigt geblieben und sind für die Öffentlichkeit wieder uneingeschränkt zugänglich. Die Sehenswürdigkeiten in Zentralmyanmar (Bagan, Mandalay und Inle-See) waren vom Sturm nicht betroffen.
Die Infrastruktur im Irrawaddy-Delta ist jedoch weiterhin schwer beschädigt. Es liegen zudem vereinzelte Berichte vor, dass Touristen, die auf dem Landweg durch das Irrawaddy-Delta nach den Badeorten Ngwe Saung und Chaungtha reisen wollten, aufgefordert wurden, sich eine nach Auskunft der myanmarischen Behörden eigentlich nur für Aufenthalte im Delta selbst erforderliche Reisegenehmigung zu beschaffen.
Innenpolitische Lage
Ende September 2007 kam es in verschiedenen Städten Myanmars, darunter auch Rangun und Mandalay, zu friedlichen Demonstrationen, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst wurden. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt. Unter den Toten befand sich auch ein ausländischer Journalist. Reisenden wird empfohlen, sich von eventuellen Protestzügen und anderen Menschenansammlungen fernzuhalten. Auch zunächst friedliche Proteste können unvermittelt in gewalttätigen Auseinandersetzungen enden.
Terrorismus
Immer wieder, zuletzt im September 2008, werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt. Die bisher schwersten derartigen Terroranschläge fanden im Mai 2005 in Rangun statt, als in zwei der am meisten frequentierten Supermärkte und in einem Messegebäude zahlreiche Menschen getötet bzw. verletzt wurden
Die Urheber der Anschläge sind weiterhin unbekannt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die Anschläge gezielt gegen Ausländer richten. Sie wurden aber auch an öffentlichen Orten verübt, an denen sich auch Ausländer aufhalten. Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, Menschenansammlungen und stark frequentierte Orte zu meiden.
Reisen im Land
In einigen Grenzregionen zu Indien (Chin State und Sagaing Division) und Thailand (Teile der Shan, Mon, Kayin und Kayah States) werden unverändert bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten.
Es bestehen staatliche Reisebeschränkungen für die meisten Grenzgebiete, aber auch für andere Landesteile. Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen können beim staatlichen Reisebüro Myanmar Travels and Tours (MTT), 77-91 Sule Pagoda Road, Yangon, Tel. 0095-1-252859, 378376, Fax 0095-1-254417, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://www.myanmartoursandtravel.com, eingeholt werden.
Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay, Inle-See und Ngapali sind im Regelfall jederzeit möglich. Bei allen anderen Reisezielen sollte vorher von einem erfahrenen Reisebüro geprüft werden, ob und ggf. unter welchen Umständen die konkrete Reise (Ziel, Route, Transportmittel) erlaubt ist. Für Reisen in bestimmte Gebiete ist eine entsprechende Reisegenehmigung erforderlich. Es liegen Berichte vor, dass Reisende trotz Reisegenehmigung von Sicherheitskräften festgehalten wurden. Ausländische Reisende, die ohne erforderliche Reisegenehmigung angetroffen werden, müssen mit Haftstrafen rechnen.
Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden sind auf den Überlandstraßen auf der Tagesordnung. Hotels und Gästehäuser müssen der Polizei die Passdaten ihrer Übernachtungsgäste zur Verfügung stellen. Reisende sind auch deswegen verpflichtet, ihren Reisepass ständig bei sich zu führen.
Flugverkehr
Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Zuletzt haben sich am 19.02. (abgebrochener Startversuch mit Verletzten) und am 04.03.2008 (Ausfall einer Turbine) zwei Zwischenfälle mit Turboprop-Maschinen der Air Bagan auf Inlandsflügen ereignet. Die deutsche Botschaft in Rangun rät ihren eigenen Beschäftigten seit Jahren, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (IATA-Code: UB) zu verzichten. Myanma Airways ist nicht identisch mit der auch international operierenden Myanmar Airways International (IATA-Code: 8M)
Naturkatastrophen
Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den Küstenregionen treten während des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf.
Während des Monsuns zwischen Ende Mai und Oktober kann es im ganzen Land aufgrund der starken Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.






