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Einleitung
Wer die Einsamkeit vorzieht, sucht sich einfach einen menschenleeren
Strand zum Sonnenbaden aus. Man kann auch in das Landesinnere (Cunucu)
fahren und das Land der Kakteen, Divi-Divi-Bäume und der alten Dörfer
durchstreifen. Die eigenartige Form des Divi-Divi-Baums (auch Watapanas
genannt) hat ihn zum inoffiziellen Wahrzeichen Arubas gemacht. Durch
die südwestlichen Passatwinde sind die Bäume oft in den
ungewöhnlichsten Formen gewachsen. Sehr beliebt sind Entdeckungsfahrten
mit besonders ausgerüsteten Unterseebooten, bei denen man die
schillernde Unterwasserwelt hautnah erleben kann.
Oranjestad
Pastellfarbene Giebel und eine Windmühle, die Stück für Stück aus
Holland importiert wurde und heute ein Restaurant beherbergt (De Oude
Mole), sind typische Zeugnisse des niederländischen Erbes in der
Hauptstadt Oranjestad. Der täglich stattfindende Markt im Paardenbaai (Schonerhafen) bietet Fisch, Obst und Gemüse an. Das Historische Museum ist im Zoutman-Fort untergebracht, dem ältesten Gebäude der Insel (1796). Der Willem-Turm
wurde 1868 errichtet. Jeden Dienstag findet im Hof ein Minifestival mit
Musik statt, das einen Einblick in die Inselkultur ermöglicht.
Besuchenswert sind außerdem das Archäologische Museum, das Geologische Museum und das Numismatik-Museum.
Oranjestad ist bekannt für seine guten Einkaufsmöglichkeiten, die
größte Auswahl bietet die Einkaufsstraße Caya Betico Croes. Aber auch
für Kulturinteressierte gibt es ein tolles Angebot: Stadtführungen, die
die Geschichte, Architektur und Kultur der niederländischen
Karibikinsel beleuchten.
Ausflüge
Das Bubali-Vogelschutzgebiet erreicht man von der Hauptstadt
über die in das Inland führende nördliche Straße.
Special-Interest-Exkursionen in verschiedenen Sprachen werden für
archäologisch Interessierte, Vogel- und Naturfreunde durchgeführt. In
den einsamen Dünen an der Nordspitze der Insel erhebt sich der California-Leuchtturm. Taucher können mit Booten zu einem alten deutschen Frachter fahren, der hier während des 2. Weltkrieges sank. Auch die Kapelle Alto Vista in Altovista an der Nordküste ist einen Besuch wert. Es gibt mehrere Höhlensysteme auf Aruba. Die Fontein-Höhlen
wurden früher von den Arawak-Indianern bewohnt, den Ureinwohnern
Arubas. Die Höhlenwände schmücken Malereien, die vermutlich einst
indianischen Opferritualen dienten. Wilde Fledermäuse finden in den
Höhlen von Quadirikiri Unterschlupf. Die best erhaltenen indianischen Zeichnungen der Insel sind im Arikok-Nationalpark zu sehen. Fast genau im geographischen Mittelpunkt der Insel liegt die alte Siedlung Santa Cruz, in der einst das erste Kreuz der Insel errichtet worden sein soll. Auf der Ebene nordwestlich von Santa Cruz erhebt sich der Hooiberg
(»Heuhaufenberg«). Einige hundert Stufen führen zum Gipfel (165 m), von
dem man bis nach Venezuela sehen kann. Nordöstlich liegt die Ortschaft Noord, die für die Kirche der Heiligen Anna
bekannt ist. Die älteste Kirche Arubas hat einen wundervoll
geschnitzten Eichenaltar. Die Straße von Noord führt zum
California-Leuchtturm (s. o.). Folgt man der Straße weiter, gelangt man
nach Bushiribana, das zur Zeit des Goldrausches auf Aruba seine
Blütezeit erlebte. 1824 wurde hier Gold gefunden und bis zum Ausbruch
des 1. Weltkrieges geschürft. Schmelzkessel und -öfen sind erhalten
geblieben. Nicht weit davon liegen die Ruinen einer Piratenburg. In Balashi im Süden wurde ebenfalls Gold gefunden. Im südöstlichen Teil der Insel liegt Arubas zweitgrößte Stadt, St. Nicolas. Im östlich gelegenen Seroe Colorado, Heimat der Leguane Arubas, gibt es weitere herrliche Strände.





