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Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 31.07.2008
Aktuelle Hinweise
In letzter Zeit sind verstärkt vulkanische Aktivitäten zu verzeichnen, eine unmittelbare Gefährdung der Bevölkerung durch diese Aktiviäten ist jedoch derzeit nicht gegeben. Bitte beachten Sie aber insoweit die Medienberichterstattung.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In Indonesien war es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek auf der Insel Bali 202 Menschen das Leben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die australische Botschaft 10 Menschen ums Leben. Am 01. Oktober 2005 fielen einem weiteren Anschlag auf der Insel Bali 19 Menschen zum Opfer. Seit Anfang 2006 ist es in Indonesien zu keinem terroristisch motiviertem Anschlag mehr gekommen.
Seit den vorgenannten Anschlägen haben die indonesischen Strafverfolgungsbehörden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben.
Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Anschläge der jüngeren Vergangenheit lassen den Schluss zu, dass es in Indonesien Gruppierungen gab und in gewissem Umfang auch weiterhin gibt, die die Fähigkeit und Motivation zur Durchführung von (Selbstmord-) Attentaten besitzen. Anschläge können deshalb für die Zukunft zumindest nicht ausgeschlossen werden. Als potentiell gefährdet gelten Orte besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen.
Die Sicherheitslage in der Provinz Aceh im Norden von Sumatra hat sich mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der indonesischen Regierung und der separatistischen „Bewegung Freies Aceh" sowie den Gouverneurswahlen im Dezember 2006 verbessert. Weder der Friedensprozess noch der Wiederaufbau der Provinz werden jedoch in absehbarer Zeit abgeschlossen sein. Für Aceh gelten weiterhin besondere Aufenthaltsregeln.
Ethnische und religiöse Spannungen
Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen haben in den letzten Jahren in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon war es in der Vergangenheit zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen, ebenso in Zentralsulawesi um die Stadt Poso. Auch in Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für alle der bezeichneten Regionen gelten besondere Vorschriften für Einreise- und Aufenthalt.
Verkehrsinfrastruktur
Die Verkehrsinfrastruktur in Indonesien leidet häufig an technischen Mängeln und generell am mangelnden Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen liegen deutlich unter europäischem Niveau. Der Straßenverkehr insbesondere außerhalb der Großstädte ist unfallträchtig, in den letzten Jahren häuften sich zudem Flugzeug- und Schiffsunglücke.
Flugverkehr
Derzeit ist allen indonesischen Fluggesellschaften aufgrund einer Entscheidung der Europäischen Kommission wegen Sicherheitsbedenken der Betrieb in der Europäischen Union (EU) untersagt. Die Bedenken richten sich vor allem gegen die staatliche Aufsicht für die zivile Luftfahrt. Bei Flügen innerhalb Indonesiens gibt es allerdings nur sehr wenige Alternativen zur Benutzung indonesischer Fluglinien.
Piraterie
Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet.
Sportliche Aktivitäten
Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren.
Hilfe im Notfall
Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten über zusätzlichen Versicherungsschutz verfügen und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten.
Naturkatastrophen
Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden.
Stand: 31.07.2008
Aktuelle Hinweise
In letzter Zeit sind verstärkt vulkanische Aktivitäten zu verzeichnen, eine unmittelbare Gefährdung der Bevölkerung durch diese Aktiviäten ist jedoch derzeit nicht gegeben. Bitte beachten Sie aber insoweit die Medienberichterstattung.
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In Indonesien war es seit 2002 mehrfach zu Bombenanschlägen islamischer Extremisten gekommen. Am 12. Oktober 2002 kostete ein Anschlag auf eine Diskothek auf der Insel Bali 202 Menschen das Leben. Am 5. August 2003 kamen bei einem Anschlag auf das Hotel Marriott in Jakarta 13 Menschen und am 9. September 2004 bei einem Anschlag auf die australische Botschaft 10 Menschen ums Leben. Am 01. Oktober 2005 fielen einem weiteren Anschlag auf der Insel Bali 19 Menschen zum Opfer. Seit Anfang 2006 ist es in Indonesien zu keinem terroristisch motiviertem Anschlag mehr gekommen.
Seit den vorgenannten Anschlägen haben die indonesischen Strafverfolgungsbehörden erhebliche Erfolge bei den Ermittlungen erzielt, die zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen geführt haben.
Einige als Drahtzieher der Bombenanschläge identifizierte Extremisten befinden sich jedoch noch auf freiem Fuß. Die Anschläge der jüngeren Vergangenheit lassen den Schluss zu, dass es in Indonesien Gruppierungen gab und in gewissem Umfang auch weiterhin gibt, die die Fähigkeit und Motivation zur Durchführung von (Selbstmord-) Attentaten besitzen. Anschläge können deshalb für die Zukunft zumindest nicht ausgeschlossen werden. Als potentiell gefährdet gelten Orte besonders in Jakarta und auf Bali, die bevorzugt von Ausländern frequentiert oder mit dem westlichen Ausland identifiziert werden, wie Hotels, Botschaften, Einkaufszentren und touristische Einrichtungen.
Die Sicherheitslage in der Provinz Aceh im Norden von Sumatra hat sich mit der Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der indonesischen Regierung und der separatistischen „Bewegung Freies Aceh" sowie den Gouverneurswahlen im Dezember 2006 verbessert. Weder der Friedensprozess noch der Wiederaufbau der Provinz werden jedoch in absehbarer Zeit abgeschlossen sein. Für Aceh gelten weiterhin besondere Aufenthaltsregeln.
Ethnische und religiöse Spannungen
Ethnische, religiöse oder soziale Spannungen haben in den letzten Jahren in einzelnen Landesteilen wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen geführt. In der auf den Molukken gelegenen Provinzhauptstadt Ambon war es in der Vergangenheit zu Unruhen mit Toten und Verletzten gekommen, ebenso in Zentralsulawesi um die Stadt Poso. Auch in Papua (ehem. Irian Jaya) kann sich die Sicherheitslage plötzlich anspannen. Reisen in diese Gebiete sollten nicht ohne ortskundige Begleitung unternommen werden. Für alle der bezeichneten Regionen gelten besondere Vorschriften für Einreise- und Aufenthalt.
Verkehrsinfrastruktur
Die Verkehrsinfrastruktur in Indonesien leidet häufig an technischen Mängeln und generell am mangelnden Risikobewusstsein der Verkehrsteilnehmer. Die Sicherheitsanforderungen und -vorkehrungen liegen deutlich unter europäischem Niveau. Der Straßenverkehr insbesondere außerhalb der Großstädte ist unfallträchtig, in den letzten Jahren häuften sich zudem Flugzeug- und Schiffsunglücke.
Flugverkehr
Derzeit ist allen indonesischen Fluggesellschaften aufgrund einer Entscheidung der Europäischen Kommission wegen Sicherheitsbedenken der Betrieb in der Europäischen Union (EU) untersagt. Die Bedenken richten sich vor allem gegen die staatliche Aufsicht für die zivile Luftfahrt. Bei Flügen innerhalb Indonesiens gibt es allerdings nur sehr wenige Alternativen zur Benutzung indonesischer Fluglinien.
Piraterie
Die Seeschifffahrt in der Straße von Malakka ist durch Piraterie gefährdet.
Sportliche Aktivitäten
Trekkingtouren, Bergbesteigungen und Tauchgänge sollten nur mit ortskundigen Führern durchgeführt werden, deren Verlässlichkeit durch Empfehlung vom Hotel oder Reisebüro als sicher gelten kann. Grundsätzlich sollte man aus Sicherheitsgründen nur vom Hotel oder Reisebüro empfohlene Reiseführer engagieren.
Hilfe im Notfall
Rettungsdienste verfügen nicht über die in Europa gängige Ausbildung und Ausrüstung. In weiten Landesteilen entspricht die medizinische Versorgung nicht deutschen Standards. Reisende, die sich abseits der großen Ferienzentren aufhalten und sich aufgrund ihrer Konstitution oder Aktivitäten (z.B. Bergsteigen) besonderen Risiken aussetzen, sollten über zusätzlichen Versicherungsschutz verfügen und Notfalladressen bei sich führen, die im Ernstfall ein schnelle Evakuierung nach Jakarta oder Singapur gewährleisten.
Naturkatastrophen
Seit dem Seebeben vor der indonesischen Insel Sumatra am 26.12.2004, das eine zerstörerische Flutwelle auslöste, ist es an der Westküste Sumatras und den vorgelagerten Inseln wiederholt zu Nachbeben gekommen. Allgemein muss in Indonesien mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer und vulkanischer Aktivität gerechnet werden.





