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Indonesien
Wirtschaftsprofil

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Indonesien

Wirtschaft


Wichtige Wirtschaftszweige
Da die Einnahmen aus Erdöl- und Erdgasverarbeitung langsam abnehmen, ist die Regierung bemüht, die wirtschaftliche Basis zu erweitern. 2004 wurde Indonesien Netto-Importeur von Erdöl und erwägt deshalb zurzeit den Ausstieg aus der OPEC (Organisation Erdöl exportierender Länder). Indonesien hat ein gewaltiges Wirtschaftspotential durch bedeutende Zinn-, Bauxit-, Nickel-, Kupfer- und Goldvorkommen. Es gehört zu den führenden Gummiproduzenten der Welt und ist ein wichtiger Kaffee- und Teelieferant.
Gewisse Wachstumsimpulse gehen von den Bereichen Telekommunikation, Energieerzeugung/Brennstoffe und Bergbau aus. Die verarbeitende Industrie wächst ständig und hat sich durch zunehmenden Export ihrer Produkte zu einer beachtlichen Devisenquelle entwickelt. Nicht nur der Industriesektor, sondern auch der Dienstleistungssektor wächst. Der Dienstleistungssektor hat mit 54,6% (2005) den höchsten Anteil am Bruttoinlandsprodukt, gefolgt von der verarbeitenden Industrie mit 30,6 % (2005). Die Landwirtschaft stagniert hingegen weiter. Haupterzeugnisse der Landwirtschaft, umfassen Reis, Mais, Kokosnüsse, Bananen und Zucker. Die Fischerei ist ebenfalls von Bedeutung und Waldgebiete bedecken etwa zwei Drittel des Landes. Der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 14,7 % (2005).

Wirtschaftslage
Nachdem Indonesien von der asiatischen Währungs- und Wirtschaftskrise am stärksten betroffen war, hat das Land inzwischen die unmittelbaren Folgen überwunden. 2003 lag die Inflationsrate bei 5,1 % und verdoppelte sich bis 2005 wegen der gestiegenen Ausgaben für Energie auf 10,4 %. Gleichzeitig stieg 2005 aber auch die Wachstumsrate auf 5,6 % von 3,7% in 2001. Die indonesische Wirtschaft litt in den letzten Jahren unter negativen internen Einflüssen (Bombenattentate, Tsunami, Vogelgrippe, Erdbeben). Laut Weltbank lebt mehr als ein Viertel der Bevölkerung Indonesiens in Armut. Hoffnungen auf eine Wende stützen sich auf interne Reformen, auf wachsendes Vertrauen nationaler und internationaler Investoren und auf das starke Weltwirtschaftswachstum.

Wirtschaftspolitik
Der 5-Jahres-Entwicklungsplan 2005-2009 strebt ein stärkeres Wachstum an und sieht die Verminderung der Arbeitslosenrate sowie den Anteil der Armen an der Bevölkerung vor. Eine weitere große Herausforderung für Indonesien ist die Verbesserung der Infrastruktur.

Handelspartner
Die wichtigsten Handelspartner Indonesiens sind Japan, die USA, Singapur, China (VR), Südkorea, Thailand, Saudi-Arabien und Australien.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
VN und VN-Sonderorganisationen (FAO, UNICEF, WHO, Weltbank, IWF, UNESCO, ESCAP, UNDP, IAEO, IAO), informelle "G 20", Asiatische Entwicklungsbank (ADB), OPEC, Colombo-Plan, UNCTAD, Islamische Konferenz (assoziiert), Blockfreien Bewegung, WTO, APEC. Als Mitglied von ASEAN nimmt Indonesien an der ASEAN-Freihandelszone (AFTA) teil.

Umgangsformen

Geschäfte sollten durch Vertreter im Land abgewickelt werden und gehen oft langsam voran. Geschäftsbriefe und -broschüren sollten in Englisch abgefasst sein und Preise auch in US-Dollar angegeben werden. Visitenkarten sind allgemein üblich.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 09.-17.00 Uhr. Einige Büros sind auch Samstag vormittags geöffnet.

Behörden:
Mo-Do 08.00-14.30 Uhr, Fr 08.00-12.00 Uhr.

Kontaktadressen

German Centre for Industry and Trade Indonesia
c/o L-Bank
Landeskreditbank Baden-Württember - Förderbank
Schlossplatz 10, D-76113 Karlsruhe
Tel: (0721) 150 34 96. Fax: (0721) 150 34 98.
E-Mail: german.centre@l-bank.de    
Internet: www.germancentre.co.id

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