Länderinfos
Afghanistan
Wirtschaftsprofil

Wirtschaftsprofil

Afghanistan

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 21,5 Mrd. US$ (2004)
pro Kopf: ca. 800 US$ (2004)

Außenhandel
Importe: ca. 3,87 Mrd. US$ (2005)
Exporte: ca. 471 Mio US$ (2005). Derzeit werden noch äußerst wenig Produkte exportiert.

Wachstumsrate:
ca. 8 % (2005)

Arbeitslosenrate:
ca 40 % (2005)

Inflationsrate:
ca. 16,3 % (2005)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt
Landwirtschaft: 38 %
Industrie: 24 %
Dienstleistungen: 38 %
(Die Opiumproduktion ist in den Daten nicht inbegriffen (2005).)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Landwirtschaft und Baugewerbe

Wichtige Handelsbeziehungen:
Pakistan, Indien, USA, Deutschland und Turkmenistan

Bevölkerung unter der Armutsgrenze:
50 % (2005)

Dreiundzwanzig Jahre andauernder Bürgerkrieg haben die afghanische Wirtschaft vollständig zerstört. Der Wiederaufbau ist u.a. durch unzählige Minenfelder sehr beeinträchtigt und schreitet nur sehr langsam voran. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes und der Einsetzung einer Interims-Regierung im Dezember 2001 versprachen viele westliche Länder umfangreiche finanzielle Hilfe für den Wiederaufbau des Landes. Bei der 'Geber-Konferenz' in Tokio im Januar 2002 wurden diese Versprechen konkretisiert, 2 Milliarden US$ wurden Afghanistan für 2002 zugesagt. Auf der Berliner Konferenz (31.03.-01.04.2004) hat die internationale Gemeinschaft weitere Zusagen von insgesamt 8,2 Mrd. USD für die Jahre 2004-2006 gemacht. Deutschland hat 320 Mio. Euro für 2005-2008 in Aussicht gestellt.
Dennoch haben die Vereinten Nationen 2005 eine desolate Bilanz über die Lage in dem zentralasiatischen Staat vorgelegt. Demnach gehöre Afghanistan zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Hälfte der Bevölkerung lebt in bitterer Armut, obwohl die Wirtschaft in den vergangenen drei Jahren erheblich gewachsen ist. Gleichzeitig habe das Land eine verheerende Sicherheitsbilanz, eine erschreckend hohe Müttersterblichkeit und weit verbreiteten Analphabetismus zu beklagen. Vor allem der Opium-Anbau und -Handel sowie der Einfluss von Milizen hätten zu einem Klima der Gewalt in Afghanistan beigetragen. Nach Angaben der UNO haben sich im Jahr 2006 die Anbauflächen für Schlafmohn um 59 % vergrößert. Damit kommen 90 % der weltweiten Opiumproduktion aus Afghanistan.

Umgangsformen

Handeln ist üblich, und mündliche Verträge sind bindend. Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine sollten im Voraus vereinbart werden; Geschäftszeiten: Sa-Mi 08.00-12.00 Uhr und 13.00-16.30 Uhr, Do 08.00-13.30 Uhr.

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