Sicherheitshinweise, Botschaften und Fremdenverkehrsämter in Costa Rica

Reisewarnung

Costa Rica

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 08.02.2017



Aktuelle Hinweise

Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba war in der letzten Zeit sehr aktiv ; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen.
Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen.
Auch kann es weiterhin zu Unterbrechungen im Flugverkehr kommen.
Reisende sollten Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien halten.
Informationen erhalten Sie auch über den Externer Link, öffnet in neuem Fensterinternationalen Flughafen Juan Santa Maria, Telefonnummer: 00506 2437-2400.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Reisenden sollte sich bewusst sein, dass die Gefährdung durch Kriminalität in Costa Rica nicht mit europäischen Verhältnissen vergleichbar ist und mit einer höheren Gewaltbereitschaft gerechnet werden muss. Dies gilt vor allem nach Einbruch der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr). Hinsichtlich des Kriminalitätsniveaus liegt das Land in Lateinamerika auf einem mittleren Platz. Allerdings ist eine Zunahme von Raubüberfällen feststellbar.

Besondere Vorsicht wird in San José (dort insbesondere in der Umgebung der Busbahnhöfe), zwischen Jacó und Quepos, sowie Uvita und an den Stränden in der Provinz Guanancaste am Pazifik empfohlen. Autoaufbrüche erfolgen derzeit vermehrt an den Stränden Playa Hermosa und in Drake Bay, wo die Kriminalität deutlich angestiegen ist.
An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf. In den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo südlich von Limón sind besonders ausländische Staatsangehörige häufiger Ziel von bewaffneten Raubüberfällen.

Wertsachen sollten nur im unbedingt erforderlichen Umfang mitgeführt und auf Schmuck ganz verzichtet werden, ebenso auf sichtbar getragene Gürteltaschen. Gepäck sollte man nie - auch nicht in abgeschlossenen Fahrzeugen - unbeaufsichtigt lassen. Sogenannte Parkwächter an Stränden entpuppen sich häufig als Komplizen der Diebe. Selbst im Kfz gelassene, nicht sichtbare elektronische Geräte werden von den Dieben mittels eines Scanners entdeckt und entwendet. Busreisende sollten berücksichtigen, dass von Transportunternehmen Schadenersatz für abhanden gekommenes/gestohlenes Reisegepäck nicht zu erhalten ist. Gepäck sollte daher nach Möglichkeit im Personenteil des Busses transportiert und nicht aus den Augen gelassen werden. Besonders verbreitet ist der Diebstahl der in der Gepäckablage verstauten Tagesrucksäcke, durch Ablenkungsmanöver (z. B. das Herunterfallenlassen von Objekten/Kreditkarten). Pässe, Kreditkarten und andere wichtigen Dokumente sollten unbedingt am Körper getragen werden und Taschen bei Busfahrten im Fußraum verstaut werden. Besondere Risiken bestehen bei Nachtfahrten und Unternehmungen in der Dunkelheit (ganzjährig ab 18 Uhr).

Verbreitet sind außerdem Einbruch- und Trickdiebstähle - selbst auf belebten Parkplätzen. Gepäck sollte daher im Fahrzeug so wenig wie möglich sichtbar sein. Auch bei Tageslicht und bei nur geringer Entfernung vom Fahrer werden Autos - insbesondere Mietwagen – aufgebrochen  und Gepäckstücke entwendet. Mietwagentouristen, die wegen eines „arrangierten“ platten Reifens anhalten müssen, wird scheinbar Hilfe angeboten und in einem unbeobachteten Moment Gepäck entwendet. An Ampeln oder in dichtem Verkehr werden Autoscheiben eingeschlagen, um das auf dem Beifahrer- oder Rücksitz befindliche Gepäck zu entwenden.

Es wird dringend davon abgeraten, sich bei bewaffneten Überfällen zur Wehr zu setzen, da sich viele Täter dann nicht scheuen, von der Waffe Gebrauch zu machen.

In den großen Touristenzentren (Jacó, Tamrindo und San José) sind Beamte der Touristenpolizei im Einsatz. Die Touristenpolizei ist  jederzeit über die kostenlose Notrufnummer 911 (meistens auch englischsprachig) erreichbar und steht in Not geratenen Touristen zur Verfügung. Auch das hiesige Tourismusinstitut (ICT) bietet Touristen bei Fragen oder Problemen über die kostenlose Rufnummer 800-8868-7476 oder 800-8887-4766 Unterstützung an. Seit dem 1. Juni 2016 ermöglicht ein Pilotprojekt Reisenden, die in den Touristengebieten in der Provinz Guanacaste, in Nicoya und Santa Cruz  (Tamarindo, Playa del Coco, Flamingo,  Sámara, Nosara), an der südlichen Karibikküste (Puerto Viejo, Cahuita, Cocles) oder in  Uvita/Dominical überfallen oder bestohlen werden, eine Anzeige direkt bei der örtlichen Polizeibehörde aufzugeben. Ein Kontakt zur Kriminalbehörde OIJ, die die polizeilichen Ermittlungen führt, ist in der Regel nicht mehr notwendig.

Minderjährige stehen  in Costa Rica unter dem besonderen Schutz staatlicher Behörden (s. Hinweise für Minderjährige weiter unten im Text).

Naturkatastrophen

Costa Rica liegt in der hurrikangefährdeten Zone. Während der Hurrikansaison (ca. Juni bis November) kommt es immer wieder zu starken Überschwemmungen, Erdrutschen sowie Brückenschäden. Es ist daher ratsam, sich in den Medien über die Wetterlage und den Zustand der Straßen zu informieren.

Starke Regenfälle können gefährliche Flutwellen in Flüssen und Bächen sowohl in den Bergen als auch an der Küste auslösen. Es ist daher, insbesondere während der Regenzeit von ca. Mai bis November, besondere Vorsicht beim Baden an Wasserfällen und in Flüssen (auch wegen Krokodilen), Wanderungen in Flusstälern und Aktivitäten wie Rafting geboten. Im Zweifel sollte davon abgesehen werden.

Es besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Von den 16 Vulkanen in Costa Rica sind derzeit die Vulkane Turrialba, Rincon de la Vieja, Poas und Irazú aktiv. Bei Ausbruch kann dies  zur Schließung des internationalen Flughafens Juan Santamaria in San José/Alajuela führen. Die Nationale Katastrophenschutz-Kommission (Comisión Nacional de Emergencias, CNE) informiert auf ihrer Externer Link, öffnet in neuem FensterWebsite und telefonisch (00506 2210-2828) über eventuelle Katastrophengebiete.  Informationen erhalten Sie auch über den Externer Link, öffnet in neuem Fensterinternationalen Flughafen Juan Santa Maria, Telefonnummer: 00506 2437-2400.

Aktuelle Informationen über die Straßenverhältnisse können Sie telefonisch unter 800-87267486 (von Costa Rica aus) erfragen (Spanischkenntnisse erforderlich). 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.