Unternehmungen in Barbados

Enleitung

Die Unterschiede zwischen der Ost- und Westküste sind so
ausgeprägt, dass man beiden einen Besuch abstatten sollte. Die Ostküste am
Atlantik ist wenig bebaut und von einer unverfälschten, rauen Schönheit. Die
Westküste ist der Karibik zugewandt. Hier sind zwar fast alle Hotels zu finden,
aber die Küste hat dennoch ihren Reiz und ihre vornehme Eleganz bewahrt. Der
Barbados National Trust bietet Informationen über verschiedene
Möglichkeiten der Freizeitgestaltung an, wie Wandern oder Touren mit dem
Fahrrad.

Unternehmungen

Bridgetown und Ausflugsziele

Barbados wurde 1536 von den Portugiesen »entdeckt«,
stand danach jedoch vom 17. Jahrhundert bis zur
Unabhängigkeitserklärung 1966 unter britischer Oberhoheit. Die
Hauptstadt Bridgetown wirkt besonders englisch - hier gibt es sogar
eine Miniaturausgabe des Trafalgar Square, komplett mit einer
Statue des englischen Admirals Lord Nelson. Die Stadt ist relativ
klein, auf einem Stadtbummel kann man sich ganz in Ruhe die
Hauptsehenswürdigkeiten anschauen: Fairchild-Markt, die St.-Michaels-Kathedrale (1789), die alte Synagoge, die Garnison Savannah, Queen's Park, Belleville, das Government House und das Museum von Barbados. Im Temple Yard wird ein Rastafari-Straßenmarkt abgehalten.
Von der Pfarrkirche St. John
hat man einen herrlichen Blick auf die Ostküste. Auf dem Friedhof liegt
Ferdinando Paleologus begraben, möglicherweise ein Nachfahr
byzantinischer Kaiser.
Ausflugsziele:
Codrington College in der Nähe der Consett Bay, eines der ältesten theologischen Seminare der westlichen Hemisphäre, wurde 1745 erbaut.
Morgan Lewis Windmill steht im Scotland District St. Andrew.
Die holländische Windmühle aus der Zeit der großen Zuckerrohrplantagen
ist sehr gut erhalten. Die Mühle ist restauriert worden und für
Besucher zugänglich.
Newcastle Coral Stone Gates: Die Tore in St. Joseph wurden von der 20th Century Fox für den Film »Island in the Sun« errichtet. In den terrassenförmig angelegten Andromeda Gardens kann man sich bei einem Spaziergang die üppigen Tropenpflanzen ansehen.
Welchman Hall Gully von St. Thomas
ist eine tiefe Schlucht, die im 19. Jahrhundert mit seltenen Obst- und
Gewürzbäumen bepflanzt wurde. Heute gehört dieser botanische Garten dem
National Trust (Bund für Naturschutz und Denkmalpflege).
The East Coast Road,
die an der Ostküste entlangführt, bietet einen atemberaubenden Ausblick
über die tosenden Atlantikwellen, die an der Felsenküste brechen.

Holetown (St. James) und die Ostküste

Holetown (St. James): Auf dem Denkmal im Ortskern wird 1605 als
das Gründungsjahr angegeben, tatsächlich wurde die Stadt jedoch erst
1627 gegründet. Einige Gebäude aus dieser Zeit sind erhalten geblieben.
In St. James, der ersten Kirche der Stadt, steht ein Taufstein
aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirchenglocke trägt die Inschrift »God
bless King William, 1696«.
Einen Besuch wert ist Harrisons Cave in St. Thomas.
Diese geisterhaft erleuchtete Tropfsteinhöhle mit Stalagmiten und
Stalaktiten ist besonders eindrucksvoll. Eine kleine Bahn fährt durch
die 1,5 km lange Höhle. Tägliche Öffnungszeiten: 09.00-16.00 Uhr.
Flower Forest
ist ein botanischer Garten, in dem die ganze Vielfalt der exotischen
barbadischen Pflanzenwelt zu bewundern ist. Spazierwege auf dem
Parkgelände bieten spektakuläre Ausblicke auf Chalky Mountain, Mount Hillaby und den Atlantik.
An der Ostküste der Insel in Bathsheba scheinen
die pastellfarbenen Häuser der Stadt an den Kreidefelsen festgewachsen
zu sein, die hoch über dem Atlantik aufragen. Der Ort ist für seine
zahlreichen Töpfereien und Keramikwaren bekannt.
Gun Hill von St. George
war einst ein militärischer Beobachtungsposten. Hier hat ein englischer
Soldat einen Löwen in die Felswand eingemeißelt. Sehenswert ist
ebenfalls die St. George's Church (18. Jahrhundert), die einen wunderschönen Altar hat.

Ökotourismus

Der Ökotourismus gewinnt zunehmend an Bedeutung in Barbados und die
Möglichkeiten für Radfahrer und Wanderfreunde werden erweitert.
Informationen, auch über besondere Veranstaltungen, sind vom Barbados National Trust vor Ort erhältlich. Adresse: Wildey House, Wildey, St. Michael. Tel: 436 90 33, 426 24 21. Fax: 429 90 55. (E-Mail: natrust@sunbeach.net; Internet: www.trust.funbarbados.com).
Die Vielfalt der Biotope auf der Insel ist eindrucksvoll und
erhaltenswert. Vor allem die folgenden Gebiete geben einen besonderen
Eindruck der barbadischen Flora und Fauna: Mangrovensümpfe (Graeme Hall
Swamp), Feuchtgebiete, tropischer Regenwald und dramatische Schluchten
(Turners Hall Woods, Jack-in-the-Box Gully, Welchman Hall Gully),
Kalksteinhöhlen (Harrison's Cave), Steilküste, Dünen (Ostküste,
Chancery Lane Beach), Korallenriffe und Meeresschutzgebiete (Atlantis
Submarines, Barbados Marine Reserve) und das Wild Life Reserve.

Platinum Coast

Diese Bilderbuchküste mit weißen Sandstränden und türkisblauem Meer wird auch Millionaires Row (»Straße der Millionäre«) genannt.

Speightstown, St. Lucy und die Atlantikküste

Speightstown liegt im nordwestlichen St. Peter. Dies ist
ein für die Westindischen Inseln typisches Dorf mit Holzhäusern,
Geschäften, alten Kirchen und lebensfrohen, freundlichen Einwohnern.
Die Ruinen der einst imposanten Plantagen-Villa Farley Hill House sind mit Hibiskusblüten und Weihnachtssternen überwachsen. Einen Besuch wert ist ebenfalls St. Nicholas Abbey.
Das Herrenhaus aus der Zeit der großen Plantagen ist gut erhalten und
beeindruckt durch seine persischen Rundbögen und den gut gepflegten
Garten.
Am nördlichsten Punkt der Insel (St. Lucy) befindet sich die Animal Flower Cave.
Diese Höhle wurde nach und nach vom Meereswasser ausgespühlt und
geformt. Die Korallenfelsen leuchten hier in den verschiedensten
Farbschattierungen.
An der Atlantikküste entlang fährt man durch Zuckerrohranbaugebiet mit kleinen Kirchen und malerischen Holzhäusern. Bei Crane Beach gibt es besonders schöne Ausblicke.
Sam Lord's Castle
im Süden der Insel, der einstige Wohnsitz eines Plantagenbesitzers,
dient jetzt als Hotel und ist mit wunderschönen Möbeln aus barbadischem
Mahagoni eingerichtet.