Orte in Antigua und Barbuda

Unternehmungen in Antigua und Barbuda

Unternehmungen

Nelson's Dockyard in English Harbour ist einer der wenigen
hurrikanfreien Naturhäfen in der Karibik. Die englischen Admirale
Nelson, Rodney und Hood nutzten ihn während der napoleonischen Kriege
als sichere Flottenbasis. Clarence House, das Nelson's Dockyard
überblickt, war der Sitz des Herzogs von Clarence, des späteren Königs
William IV. Heute ist Clarence House die Sommerresidenz des
Generalgouverneurs und wird regelmäßig für Besucher geöffnet.

Parham im Osten der Insel ist für seine achteckige Kirche aus
dem 18. Jahrhundert bekannt, in der noch einige Stuckarbeiten erhalten
geblieben sind.

Indian Town ist eines der Naturschutzgebiete Antiguas und liegt im Osten der Insel. Die tosende Brandung des Atlantik hat die Felsen zur Devil's Bridge (»Teufelsbrücke«) geformt und Löcher in die Kliffs gewaschen, aus denen die Gischt herausspritzt.
Der See, der heutzutage das Landschaftsbild im Landesinneren beherrscht, ist dagegen Menschenwerk. Er kam durch den Bau des Potworks Dam zustande und ist mit 4,5 Milliarden Litern Wasser Antiguas größter See.

Fig Tree Drive ist eine Ringstraße, die durch tropischen
Regenwald, eine attraktive Hügellandschaft und schöne Fischerdörfer an
der Südküste führt. Diese Tour kann man mit einem Taxi unternehmen.
Am Greencastle Hill stehen große, geheimnisumwobene Megalithen, die möglicherweise zu Ehren des Sonnengottes und der Mondgöttin errichtet wurden.

Shirley Heights und Fort James bezeugen die
Entschlossenheit der Briten etwaige Invasionen durch
Befestigungsanlagen abzuschrecken und ihre Stellung in der Kolonie im
18. Jahrhundert zu festigen. Shirley Heights wurde nach General Shirley
benannt, dem späteren Gouverneur der Leeward-Inseln (1781). Eines der
Hauptgebäude, das Block House, wurde 1787 von General Matthew
für den Fall einer Belagerung erbaut. In der Nähe ist der Friedhof mit
einem Obelisken, der an die Gefallenen des 54. Regiments erinnern soll.
Die St. John's Cathedral wurde
ursprünglich 1683 erbaut, 1745 aber durch ein Steingebäude ersetzt. Ein
Erdbeben vernichtete sie fast 100 Jahre später und 1845 wurde der
Grundstein für die heutige Kathedrale gelegt. Die Figuren des Jüngers
Johannes und von Johannes dem Täufer am Südtor sollen angeblich von
einem der Schiffe Napoleons stammen und mit einem britischen
Kriegsschiff zur Insel gebracht worden sein. Der Markt befindet sich in
der Nähe des Hafens von St. John's und ist besonders Samstag vormittags
ein lohnendes, farbenprächtiges Ausflugsziel.

Antigua

Die Einwohner der Insel behaupten, es gebe genauso viele Strände auf
der Insel wie das Jahr Tage hat. Die Vogel- und Insektenwelt der Insel
ist besonders artenreich und in den Küstengewässern gibt es viele
wunderschöne Korallen und tropische Fische; außerdem kann man auch
einige interessante historische Stätten besichtigen. Segelausflüge nach
Bird Island werden von mehreren Veranstaltern angeboten. Viele
Hotels bieten Ausflugsfahrten in Booten mit Glasböden an, von denen aus
man das Riff bestaunen kann. Ein restauriertes Piratenschiff bietet
Tages- oder Abendtouren an; Essen, reichliche Getränkeauswahl und ein
Unterhaltungsprogramm sind im Fahrpreis inbegriffen.

Barbuda

Die Insel hat wundervolle einsame Strände und ein dicht bewaldetes
Landesinneres, in dem Wildschweine, Damwild und zahlreiche Vogelarten
ihr Zuhause haben. Das Vogelschutzgebiet im Nordwesten der
Insel liegt inmitten einer Lagune, die von Mangroven überzogen ist. Wer
einmal die Fregattvögel im Flug gesehen hat, mit einer Flügelspannweite
bis zu 2 m, wird den Anblick nie vergessen. Die Insel ist noch relativ
unberührt und ein Paradies für Naturfreunde. Codrington, die
größte und einzige Ortschaft, liegt am Rand einer Lagune. Sie ist nach
einer englischen Familie benannt, die einst die Insel von der
britischen Krone für »ein gemästetes Schwein pro Jahr« pachtete.

Redonda

Dieses unbewohnte Felseninselchen liegt ca. 55 km südwestlich von
Antigua. Einige englische Exzentriker verhalfen dem Inselchen über ein
Jahrhundert lang zu Berühmtheit. 1865 wurde Redonda von einem gewissen
Matthew Shiell als Königreich für seinen Sohn Philippe »beansprucht«.
Der Nachfolger von »König Philippe I.«, der englische Dichter John
Gawsworth, ernannte bekannte Schriftsteller seiner Zeit zu Grafen und
Gräfinnen seines Königreichs; zu den Glücklichen gehörten J. B.
Priestley, Dylan Thomas und Rebecca West. Die Insel ist unter
Vogelkundlern für ihren kleinen Bestand an Höhleneulen bekannt - ein
Vogel, der auf Antigua bereits ausgestorben ist.