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© Creative Commons / Carl Montgomery
Afghanistan Reiseführer
Geografie
Islamischer Staat Afghanistan.
652.225 qkm.
32.738.376 (Schätzung 2008).
50,2 pro qkm.
Kabul. Einwohner: 2.413.032 (Schätzung 2009).
1996 hatten die Taliban die Kontrolle über Afghanistan übernommen und führten ein fundamentalistisch-islamisches Regime ein, das von den Vereinten Nationen und den westlichen Staaten nicht anerkannt wurde. Nach monatelangen westlichen Militärschlägen wurde das Taliban-Regime gestürzt und im November 2001 eine UN-vermittelte Konferenz in Bonn (Deutschland) einberufen. Das Ergebnis der 'Petersbergkonferenz' war ein Rahmenabkommen zur Einsetzung einer Übergangsregierung mit provisorischen Regierungsinstitutionen. Eine United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) unterstützte die neue Regierung bei ihrer Arbeit und ist immer noch in Afghanistan tätig. Im Juni 2002 tagte die aufgrund des 'Petersberg-Abkommen' einberufene traditionelle Ratsversammlung aller afghanischen Stämme (Loya Dschirga), die den Chef der Übergangsregierung, Hamid Karzai, als Präsidenten des Landes für die nächsten 18 Monate wählte. Nationalversammlung mit 250 Mitgliedern und Ältestenrat. Verfassung von Januar 2004.
Hamid Karzai, seit 2004.
Hamid Karzai, seit 2004.
220 V, 50 Hz. Schlechte Elektrizitätsversorgung, viele Stromausfälle.
Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Infrastrukturen des Landes wurden durch jahrelangen Bürgerkrieg, das Taliban-Regime und die darauf folgenden westlichen Militärschläge vollständig zerstört. Es ist nicht abzusehen, wann Afghanistan wieder für Touristen zugänglich sein wird. Daher sind zum größten Teil keine aktuellen Informationen über Visa, Duty Free, Devisenbestimmungen, Unterkünfte und Impfvorschriften erhältlich.
Das ehemals bei den Hippies auf ihren Rucksackreisen beliebte und landschaftlich schöne Afghanistan hat unter den Jahren des Krieges und der Vernachlässigung schwer gelitten.
Die unberührte Natur, das felsige Hindukusch-Gebirge mit der sauberen Bergluft sowie die gigantischen Buddha-Statuen von Bamiyan haben Reisende schon immer in ihren Bann gezogen.
Die Statuen und zahlreiche andere Monumente sind jedoch der erbarmungslosen Herrschaft der Taliban, einer Gruppe von militanten Islamisten, zum Opfer gefallen. Nach den Attacken des 11. September 2001 wurde Afghanistan beschuldigt, Osama Bin Laden Unterschlupf gewährt zu haben und erlitt schwere Bombardements durch die USA. Die Infrastruktur des Landes wurde zu großen Teilen zerstört.
Da gegenwärtig noch Tausende internationale Friedenstruppen in Kabul stationiert sind und im Süden immer wieder Kämpfe aufflammen, ist Afghanistan weit davon entfernt, seine ehemalige Schönheit wiederzuerlangen.
Vor Reisen nach Afghanistan wird nachdrücklich gewarnt, da die Gefahr Anschlägen weiterhin sehr groß ist. Landminen sind ebenfalls ernst zu nehmende Risiken.


