Unternehmungen in Ägypten

Unternehmungen

Abu Simbel

Im Süden Ägyptens, nahe der sudanesischen Grenze, liegt die kleine Stadt Abu Simbel. Berühmt ist Abu Simbel für ihre beiden Felsentempel (13 Jh.), die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Besonders beeindruckend ist der Große Tempel, der zu Ehren von Ramses II. gebaut wurde. Zweimal im Jahr findet das sogenannte Sonnenwunder statt, wenn Sonnenstrahlen aufgrund des Sonnenstands die Statuen von Ptah, Re-Harachte, Amun-Re und Ramses II. beleuchten. In den 1960er Jahren musste die Tempelanlage an eine höher gelegene Stelle versetzt werden, denn der durch den Assuan-Staudamm entstandene Nassersee war kurz davor, mehrere Tempel zu überfluten. 

Abydos

Viele Menschen pilgerten im antiken Ägypten nach Abydos, um Osiris (Gott der Unterwelt) anzubeten. Das Osireion, ein unterirdisches symbolisches Grab, wurde zu seinen Ehren als Kultstätte errichtet. Die Hauptattraktion ist jedoch der Tempel von Sethos I. Die sogenannte Königsliste im Inneren des Tempels listet 75 Könige, die vor ihm über Ägypten geherrscht haben. Vollständig ist die Liste leider nicht. Abydos ist selbst für ägyptische Verhältnisse alt. Spätestens an der Ausgrabungsstätte Umm el-Quaab wird klar warum: Unzählige Gräber, in denen die Könige bestattet wurde, die lange vor den Pharaonen regierten, sind hier zu sehen. Abydos ist die älteste Totenstadt Ägyptens.

Alexandria

Alexandria ist die zweitgrößte Stadt Ägyptens. Sie ist benannt nach Alexander dem Großen, der die Hafenstadt 331 v. Chr. gründete. In Alexandria befand sich eins der sieben antiken Weltwunder: Der Leuchtturm von Pharos, der im 14. Jahrhundert durch ein Erdbeben zerstört wurde. Heutzutage bestehen Pläne, ihn nur wenige Meter von seinem ursprünglichen Standort entfernt wieder zu errichten. Alexandria verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten: Die Corniche lädt zum Flanieren entlang des Hafens ein. Sehenswert sind die Kait Bey-Zitadelle und das antike Theater von Kom el-Dik (3. und 4. Jh.), das erst 1960 entdeckt wurde. Die Katakomben von Kom el-Schufaga (1. und 2. Jh.) sind ebenso interessant wie die Ruinen des Sarapeums und die gut erhaltene Pompeiussäule. Sehr beeindruckend sind die Bibliotheca Alexandrina, in der diverse Ausstellungen, Museen und ein Planetarium untergebracht sind, und das griechisch-römische Museum (1892), in dem Tausende von Exponaten ausgestellt sind.

Assuan

Assuan ist besonders im Winter ein schöner Ferienort mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Im Süden Ägyptens an den Ufern des Nils gelegen, verzaubert Assuan jedes Jahr zahlreiche Besucher. Beliebte Sehenswürdigkeiten in der Stadt Assuan sind neben den obligatorischen Souks vor allem die Ruinen eines koptischen Klosters, der kleine Isis-Tempel, einige Moscheen und das Nubische Museum. Die interessantesten Entdeckungen bietet allerdings die nähere Umgebung von Assuan: Angefangen vom Mausoleum des Aga Khan über die alte Stadtmauer bis hin zu den Steinbrüchen am Rande der Stadt. Hier kann heute noch ein unvollendeter Obelisk bestaunt werden. Die auf dem Nil gelegene Insel Elephantine mit einem Nilometer (Wasserstandsanzeiger) und die Lord-Kitchener-Insel mit ihrem wunderschönen botanischen Garten sollte man auf keinen Fall verpassen. Empfehlenswert ist ein Ausflug zum nahe gelegenen Assuan-Staudamm, der zu den größten Staudämmen der Welt zählt. Ebenso der etwa zwei Kilometer südlich gelegene Tempel von Philae, der vor dem Stausee gerettet und verlegt werden musste. Es bieten sich auch Tagesausflüge zu den beiden herrlichen Tempeln von Ramses II. in Abu Simbel oder nach Edfu an.

Assuan-Staudamm

Der berühmte Assuan-Staudamm (eröffnet am 15. Januar 1971) wurde errichtet, um den Wasserstand des Nils und die Nilschwemme zu kontrollieren und um Strom zu erzeugen. Der mehr als 3800 Meter lange und 111 Meter hohe Damm staut den Nil zu einem riesigen See auf, dem Nassersee, der bei seiner Entstehung mehrere Siedlungen und Baudenkmäler überflutete. Er gilt als einer der größten Stauseen der Welt. Einige wichtige Denkmäler, wie der Tempel Abu Simbel, konnten aber gerettet werden. Sie wurden versetzt und an sicherer Stelle wieder aufgebaut. Von der Aussichtsplattform in etwa 74 Metern Höhe hat man eine wundervolle Aussicht auf das Umland.

Ausgrabungsstätte Memphis

Memphis ist die ehemalige Hauptstadt Ägyptens während des Alten Reiches. Von ihr existieren heute nur noch Ruinen, die aber seit 1979 zum UNESCO-Welterbe zählen. Memphis gilt als eine der größten Ausgrabungsstätten Ägyptens und liegt etwa 20 Kilometer südlich von Kairo an den Ufern des Nils. Sehenswert ist vor allem das Museum mit der 13 Meter hohen Ramses-Statue, die sogar liegend beeindruckend ist. Die Alabastersphinx und die Ruinen des Tempels von Ptah zählen zu den weiteren Sehenswürdigkeiten von Memphis.

Dahab

Dahab liegt an der Ostküste der Sinai Halbinsel und bedeutet auf Arabisch "Gold". Ihren Namen verdankt die Stadt den goldenen Stränden. Vom etwa 70 Kilometer entfernten Flughafen in Sharm El Sheikh aus ist Dahab gut erreichbar. Der Badeort bietet mit seinem breiten Angebot an Bars, Restaurants und Cafés direkt am Strand alle Möglichkeiten für einen erholsamen Urlaub unter der Sonne Ägyptens. Die Wassertemperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 21 und 27 °C. Für aktivere Urlauber werden auch Ausflüge in die Wüste angeboten. Ein Abstecher zum Nabq-Nationalpark ist absolut empfehlenswert. Auch ein Besuch des Katharinenklosters lohnt sich. Vor allem aber ist Dahab berühmt für seine erstklassigen Tauchgründe mit über 80 Tauchbasen. Besonders faszinierend ist das "Blue Hole", – ein einzigartiges Tauchgebiet.

Deir el-Medina

Deir el-Medina ist eine altägyptische Arbeiterstadt. Sie liegt etwas abseits in einem kleinen Tal nahe Theben. Leider kann man heute nur noch die Ruinen der Siedlung bewundern. In den etwa 70 Häusern aus Lehmziegeln wohnten über fünf Jahrhunderte lang die Arbeiter, die das Tal der Könige erschufen. Interessant ist, dass die Arbeiter von Deir el-Medina den ersten dokumentierten Streik der Geschichte organisierten. Sie setzten ihre Forderungen erfolgreich mit einem Sitzstreik durch. Sehenswert sind neben den Ruinen der Hathor-Tempel und der Friedhof mit wunderbar bemalten Gräbern. Ein Abstecher nach Deir el-Medina lässt sich gut mit einem Ausflug in das nahegelegene Tal der Könige kombinieren.

Dendera

Die Stadt Dendera liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Luxor. Hier befinden sich Tempelanlagen, die auf vielen Nilkreuzfahrten eine beliebte Station sind. Besonders sehenswert ist der sehr gut erhaltene Tempel der Göttin Hathor. Blickt man an die Decke der Osiriskapelle, entdeckt man den eigentlichen Schatz des Tempels: Einen der ältesten Tierkreise in Ägypten (2. Jh. v. Chr.). Das Original dieses Artefakts befindet sich jedoch im Ägyptischen Museum in Paris. Im Hathortempel erwartet die Besucher ein Imitat aus Gips. Unvergleichlich ist der Blick vom Dach der Tempelanlage aus. Sehenswert sind auch der Heilige See und das Nilometer, mit dem heute noch der Wasserstand des Nils gemessen werden kann.

Edfu

Die Stadt Edfu liegt in Oberägypten etwa 100 Kilometer nördlich von Assuan. Die Stadt ist gut mit der Bahn, dem Auto oder dem Flugzeug (Flughafen in Luxor) erreichbar. Seit 1969 verbindet eine Brücke die beiden Seiten des Nils. Über diese kann man den berühmten Horustempel ganz einfach per Bahn erreichen. Auch per Schiff sind Edfu und die Tempelanlage erreichbar. Denn sie sind Station auf fast jeder Nilkreuzfahrt. Die Anlegestelle liegt etwa 850 Meter östlich der Tempelanlage. Der Horustempel (57 v. Chr. fertiggestellt) gilt als der am besten erhaltene und zweitgrößte Tempel Ägyptens. Besonders sehenswert ist die Kapelle aus Granit, zu der man über eine imponierende Säulenhalle gelangt.

El Gouna

El Gouna heißt übersetzt "die Lagune". Die gegen Ende der 1990er Jahre künstlich geschaffene Urlauberstadt El Gouna liegt direkt am Roten Meer. Das kleine Paradies besteht aus komfortablen Hotels und Villen der (meist) gehobenen Klasse, einer Vielzahl von erstklassigen Restaurants und Bars und einem Jachthafen, der nachts wunderschön beleuchtet ist. Das kristallblaue Meer mit feinen Sandstränden ist aufgrund einer ordentlichen Brise vor allem für Kitesurfer ein Traum. Der Mangroovy Beach ist bei passionierten Wassersportlern sehr beliebt.

Esna

Die kleine Stadt Esna liegt etwa 60 Kilometer südlich von Luxor. Hauptattraktion ist der mitten in der Stadt gelegene Chnum-Tempel (250 n. Chr. fertiggestellt). Sehr gut erhalten – und auch als einziger Teil ausgegraben – ist die riesige Säulenhalle des Tempels. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Kirche der Heiligen Jungfrau und das El-Amri-Minarett. In der Umgebung von Esna liegen außerdem einige sehenswerte Klöster, so zum Beispiel das Kloster des Heiligen Matthias. Auch der Staudamm von Esna ist einen Besuch wert.

Felsengräber von Beni Hassan

Die Nekropole von Beni Hassan liegt in Mittelägypten nahe der Ortschaft Abu Qurqas. Hier befinden sich insgesamt 39 Felsengräber aus dem Mittleren Reich (20. bis 19. Jh. v. Chr.), die in die Kalksteinfelsen geschlagen wurden. Sie liegen aneinander gereiht entlang eines Felshangs. Nach dem Aufstieg wird man mit dem Anblick der einzigartigen Wandmalereien in den Gräbern belohnt. Ganz oben angelangt hat man außerdem einen wundervollen Blick über den Nil. Bei einem Ausflug zu den Felsgräbern gilt zu beachten, dass für Besucher heute nicht mehr alle Gräber geöffnet sind. Lediglich eine Handvoll der bekanntesten und am besten erhaltenen Gräber sind noch für die Öffentlichkeit zugänglich. Fünf Kilometer südlich der Felsgräber können der Tempel Speos Artemidos und ein Katzenfriedhof besichtigt werden.

Gebel es-Silsila

Der Sandstein, mit dem die wunderbaren Tempel gebaut wurden, die man heute noch im ganzen Land bestaunen kann, stammt größtenteils aus dem Steinbruch Gebel es-Silsila. Die Hauptattraktion in Gebel es-Silsila sind – neben dem Steinbruch selbst – der Felsentempel von Haremhab sowie die knapp 30 Felsenkapellen entlang des Nilufers. Der Steinbruch ist auf dem Landweg mit dem Auto oder auf dem Seeweg per Fähre oder Schiff erreichbar. Meist ist Gebel es-Silsila Ausflugsziel von Urlaubern aus Luxor und Kairo. Auch einige Nilkreuzfahrtschiffe legen hier an.

Gizeh

Wie viele andere ägyptische Städte entstand auch Gizeh an den Ufern des Nils. Kurioserweise liegt die Stadt, die zu den größten des Landes zählt, so nahe an Kairo, dass die beiden Städte mittlerweile fast miteinander verbunden sind. Die Hauptattraktion sind die berühmten Pyramiden von Gizeh. Sie zählen nicht nur zum UNESCO-Weltkulturerbe, sondern auch zu den sieben Weltwundern der Antike – und sie sind das einzige heute noch erhaltene Weltwunder. Der Komplex aus drei Pyramiden liegt nahe Kairo und ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Die Cheops-Pyramide ist die größte, die beiden kleineren sind die Chephren- und die Mykerinos-Pyramiden. Sehr beeindruckend ist die 20 Meter hohe Sphinx. Gizeh ist meist Ziel von Tagesausflüglern aus den am Roten Meer gelegenen Badeorten oder Station auf den berühmten Nilkreuzfahrten.

Hurghada

Einer der beliebtesten Badeorte Ägyptens ist Hurghada. Der eigene Flughafen garantiert eine bequeme Anreise. Gute Hotels, ein breites kulinarisches Angebot und ein vielfältiges Nachtleben ermöglichen einen unvergesslichen Urlaub. Besonders gut lässt es sich an den kilometerlangen Sandstränden entspannen. Neben einer Strandpromenade hat Hurghada einen arabischen Markt (Souk) zu bieten, in dem man einzigartige Urlaubsandenken erstehen kann. Bekannt ist Hurghada aber vor allem als Tauch- und Schnorchelparadies. Hier liegen einige der schönsten Tauchgründe der Welt. Sehr empfehlenswert ist ein Ausflug zu den malerischen Giftun-Inseln. Abgesehen davon wird eine Vielzahl von Ausflügen an Land angeboten: Tages- oder Mehrtagestouren nach Luxor oder Kairo und Wüstentouren per Kamel, Auto oder Quad sind nur einige davon.

Kairo

Die quirlige und nie schlafende Hauptstadt Kairo bietet ihren Besuchern eine unglaubliche Vielfalt an Erlebnissen. Mit Metro, Bus oder Taxi kann man sich problemlos in der Stadt bewegen und den vielen Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten. Ein Muss für jeden Kairourlauber ist das Ägyptische Museum, in dem Exponate aus fünf Jahrtausenden ägyptischer Geschichte ausgestellt sind. Weltbekannt sind die Schätze, die man aus der Grabkammer des Tutanchamun bergen konnte. Sehenswert sind auch die Alabastermoschee mit ihrer goldenen Kuppel, die Synagoge Ben Ezra und die Hängende Kirche El Muallaqa. Die Ibn-Tulun-Moschee ist die drittgrößte Moschee der Welt und sehr beeindruckend. Der Basar Khan el-Khalili lädt zum Stöbern und Verweilen ein. Spätestens seit dem "Arabischen Frühling" gehört auch ein Spaziergang über den berühmten Tahrir-Platz zu jedem Aufenthalt in Kairo. Von der Aussichtsplattform des Cairo Towers, der knapp 190 Meter hohe Fernsehturm von Kairo, hat man einen wundervollen Blick über die gesamte Stadt. Von hier sieht man eine weitere Attraktion: Die Pyramiden von Gizeh, die auf jeden Fall besucht werden sollten.

Kom Ombo

Das relativ kleine Städtchen Kom Ombo ist vor allem für den gleichnamigen Doppeltempel berühmt. Dieser heißt so, weil hier zwei Gottheiten verehrt wurden: Der Krokodilgott Sobek und der Gott Haroeris. Da in Ägypten normalerweise jedem Gott ein eigener Tempel geweiht war, ist das eine Besonderheit. Im Tempel selbst hört die Gemeinschaft allerdings auf. Denn hier wird streng getrennt. Die eine Hälfte des Tempels gehört Sobek, die andere Haroeris. Dem Krokodilgott zu Ehren gab es in der Tempelanlage ein Krokodilbecken. Einige mumifizierte Krokodilleichen sind im nahen Museum ausgestellt. Zu sehen gibt es außerdem zwei Brunnen mit Nilometer, eine Hathor-Kapelle und ein zerfallenes Geburtshaus (Mamisi). Von der Tempelanlage sind heute wegen der immer wiederkehrenden Hochwasser des Nils fast nur noch Ruinen übrig. Doch selbst diese sind so beeindruckend, dass sich ein Besuch lohnt.

Luxor

Das erhabene Luxor liegt etwa 650 Kilometer südlich von Kairo und ist sehr gut per Bahn, Auto oder Flugzeug erreichbar. Die Stadt ist wegen ihrer kulturellen und architektonischen Schätze ein wahres Eldorado für Kulturinteressierte. Viele der beliebten Nilkreuzfahrten beginnen in Luxor. Zu besichtigen gibt es den berühmten Luxor-Tempel, der der Gottheit Amun geweiht ist. Sehenswert ist auch das nahe am Tempel gelegene Luxor-Museum. Auf keinen Fall verpassen sollte man einen Besuch des Tals der Könige mit dem einzigartigen Grab des Tutanchamun. Sehr zu empfehlen sind auch der Karnak-Tempel, die Memnon-Kolosse, der Hatschepsut-Tempel oder die Ruinen der Tempelstadt Theben am westlichen Nilufer.

Marsa Alam

Das kleine Paradies Marsa Alam liegt wie ihre große Schwester Hurghada am Roten Meer. Allerdings gilt Marsa Alam noch als Geheimtipp, vor allem für Wassersportfans. An den feinen Sandstränden kann man wunderbar entspannen. Faszinierende Korallenriffe und malerische Buchten bieten unvergessliche Taucherlebnisse. In Marsa Alam werden alle nur erdenklichen Wassersportarten angeboten: Tauchen, Schnorcheln, Kiten, Surfen und vieles mehr. Auch Bootstouren, Haifischtauchen, Delfinschwimmen oder Walbeobachtungen werden gerne gebucht. An Land empfiehlt sich ein Besuch des Aquaparks oder des riesigen luxuriösen Jachthafens. Empfehlenswert sind auch die vielfältigen Ausflugsangebote. Angefangen vom Tagesausflug in den nahen Naturpark Wadi Gemal über (Mehrtages-)Touren nach Assuan, Abu Simbel, Kairo oder Luxor bis hin zu Safaris in die Wüste.

Nilkreuzfahrten

Nilkreuzfahrten sind eine sehr beliebte und empfehlenswerte Reiseform, um Ägypten zu entdecken. Zahlreiche Anbieter haben mehrtägige bis einwöchige Kreuzfahrten im Programm, von denen die meisten in Luxor starten. Beliebte Zwischenstopps mit organisierten Ausflügen an Land sind Edfu, Assuan und Kairo. Einige Veranstalter bieten auch längere Kreuzfahrten mit weiteren Aufenthalten an. Es gibt auch Kombinationsangebote aus einer mehrtägigen Nilkreuzfahrt und einem anschließenden Badeurlaub. Heute befahren unzählige Ausflugsdampfer den Nil. Je nach Bauart befördern die Kreuzfahrtschiffe zwischen 50 und 100 Fahrgäste. Der Standard ist im Allgemeinen hoch und neben kulinarischen Köstlichkeiten wird ein umfangreiches Unterhaltungs- und Freizeitprogramm angeboten.

Oasen in Ägypten

Ägypten besteht fast nur aus Wüste, in der es aber Oasen zu entdecken gibt. Die bekannteste ist die Oase Al-Bahariyya, die aus mehreren Dörfern besteht. In diesem grünen Paradies sind knapp 400 heiße Schwefelquellen zu finden, darunter die Quelle Ain el-Beschmo. Sehenswert sind das Museum, in dem fünf "Goldene Mumien" ausgestellt sind, und die Gräber des Djed-Amun-Ef-Anch. Sehr empfehlenswert sind auch die organisierten Ausflüge in die Schwarze Wüste und in die Weiße Wüste. Nicht nur die Oase Al-Bahariyya ist ein lohnendes Ausflugsziel, sondern auch die Oase Fayoum. Diese kann von Kairo aus im Rahmen eines Tagesausflugs besucht werden, weil sie nur etwa 100 Kilometer entfernt liegt. Als einzige Oase Ägyptens wird sie nicht von einer unterirdischen Quelle gespeist, sondern von einem See, dem Qarunsee, in den wiederum ein Arm des Nils mündet. Sehenswert sind hier vor allem die traditionellen Wasserräder.

Pyramiden

Denkt man an Ägypten, denkt man zuerst an die Pyramiden. Sie sind das Wahrzeichen des Landes und Ziel vieler Urlauber. Fast alle der über 100 Pyramiden befinden sich entlang des Nils im Umkreis von Kairo. Die berühmtesten von ihnen sind die Pyramiden von Gizeh. Sie entstanden vor etwa 4500 Jahren und beeindrucken bis heute durch ihre einzigartige Bauweise und ihre immense Größe. Pyramiden entstanden in schweißtreibender Arbeit aus unzähligen exakt geformten Blöcken, die Tausende von Arbeitern millimetergenau aufeinander zu setzen wussten. In den spitz zulaufenden Meisterwerken ägyptischer Baukunst wurden Pharaonen, die ägyptischen Könige, beigesetzt. Zu vielen Pyramiden gibt es organisierte Touren mit Führungen, die man auf keinen Fall verpassen sollte.

Safaga

Safaga ist die älteste Hafenstadt am Roten Meer. Vor allem Wassersportfans lieben diesen Ort. Surfer und Kiter finden hier optimale Windverhältnisse. Taucher und Schnorchler können in großartige Unterwasserwelten abtauchen. Ein besonders beliebter Tauchspot ist das Wrack der Salem Express. Gerne gebucht werden auch Tauch- und Schnorchelexkursionen nach Soma Bay oder zu den Giftun-Inseln. An Land werden Ausflüge nach Hurghada, Luxor oder Kairo angeboten.

Sahara

Keine Wüste ist größer als die berühmte Sahara (mehr als neun Millionen km2). Sie breitet sich über 11 Länder Nordafrikas aus – und auch über Ägypten. Immerhin 95 % des Landes bestehen aus Wüste. Lediglich die Regionen nahe dem Nil sind grün und überaus fruchtbar. Ägypten ist also nicht nur wegen seiner einzigartigen Strände und Tauchgründe einen Urlaub wert. Eine Tour durch die Wüste, abseits der Touristenmetropolen, ist absolut empfehlenswert. Feine Sanddünen, felsige Wüsten und grüne Oasen hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Eine Nacht unter dem klaren Sternenhimmel der Wüste ist unvergesslich. Lohnende Ziele sind neben Oasen wie Al-Bahariyya, Dakhla oder Kharga auch die sogenannte Weiße Wüste, der Mosesberg und der Nationalpark Ras Mohammed.

Sakkara

Sakkara ist ein riesiger antiker Friedhof nahe Kairo. Die Nekropole zählt zu den ältesten Grabanlagen Ägyptens. Am bekanntesten ist die Stufenpyramide des Pharaos Djoser. Sie gilt als die erste Pyramide, die in Ägypten gebaut wurde. Ein Meisterwerk seiner Zeit, das von dem berühmten ägyptischen Baumeister Imhotep geplant wurde. Er war der erste, der es schaffte ein Bauwerk aus Stein dieser Größe zu bauen. Neben der Stufenpyramide gibt es in Sakkara eine Vielzahl von Tempeln, Kapellen, Gräbern und weiteren Pyramiden. Kürzlich wurden die Gräber von zwei Priestern (6. Dynastie) entdeckt, in denen außergewöhnlich gut erhaltene Wandmalereien gefunden wurden.

Sharm el Sheikh

Die Touristenhochburg Sharm El Sheikh liegt im südlichen Teil der Sinai-Halbinsel direkt am Roten Meer. Übersetzt heißt Sharm El Sheikh passenderweise "Bucht des Scheichs". In Scharm el Sheikh gibt es einige Sehenswürdigkeiten: Neben dem Papyrusmuseum kann man sich die Al-Mustafa-Moschee oder die koptisch-orthodoxe Kirche El-Sama-Eyeen ansehen. Empfehlenswert sind aber auch kurze Trips in die Umgebung. Beispielsweise zum Katharinenkloster, zum Mosesberg oder zum Coloured Canyon. Es werden auch Touren nach Kairo, Luxor und nach Abu Simbel angeboten. Scharm el Sheikh ist aber vor allem für seine außerordentlich schönen Tauchgebiete bekannt. Die Riffe des südlich gelegenen Nationalparks Ras Mohammed werden gerne von Tagesausflüglern ergründet. Der nördlich gelegene Nationalpark Nabq ist ebenfalls einen (Mehrtages-)Ausflug wert.

Sinai

Die berühmte Halbinsel Sinai liegt im Nordosten Ägyptens. Im Inneren besteht sie fast ausschließlich aus Wüste. Die Küstenregionen im Norden (Mittelmeer) und Süden (Rotes Meer) bieten im Gegensatz dazu eine unglaubliche Vielfalt an Flora und Fauna. Hier befinden sich einige der schönsten Tauchgebiete mit beeindruckenden Korallenriffen. Die Bucht von Nabq ist ein wahres Paradies für Taucher. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann das nahe Katharinenkloster oder den fast 2300 Meter hohen Berg Sinai besichtigen. Von den beliebten Badeorten Sharm El Sheikh oder Dahab aus werden die unterschiedlichsten Ein- und Mehrtagestouren organisiert.

Taba

Auf der Halbinsel Sinai liegt ein besonders interessanter Ort: Taba. Interessant ist er deshalb, weil er in einem Vierländereck liegt. An dieser Stelle treffen Ägypten, Israel, Jordanien und Saudi-Arabien zusammen. Direkt am Roten Meer im Golf von Akaba gelegen, bietet die kleine Stadt zusammen mit dem etwa 20 Kilometer entfernten Taba Heights zahlreiche Möglichkeiten, einen einzigartigen Urlaub zu verbringen. Es werden Ausflüge in die Wüste angeboten, man kann diverse Beduinendörfer besuchen oder in die nahen Berge fahren. Ein Trip zur Pharaoneninsel und ihrer Festung Salah el-Din oder zum Coloured Canyon ist sehr empfehlenswert. Oder man sucht das Abenteuer im Meer. Taba ist bekannt für seine faszinierenden Korallenriffe.

Tal der Könige und Tal der Königinnen

Das Tal der Könige in der Nähe von Luxor gehört zu den berühmtesten und meist besuchten Attraktionen Ägyptens. In über 60 Gräbern wurden die Pharaonen der 18. bis 20. Dynastie beerdigt. Exakt gehauene Stollen führen in unterirdische Grabkammern, wo die Toten zusammen mit unermesslich reichen Grabbeigaben bestattet wurden. Leider sind die meisten Gräber im Lauf der Zeit Plünderungen zum Opfer gefallen. Das berühmte Grab von Tutanchamun blieb davon verschont. Die wunderschöne und sehr gut erhaltene Grabkammer wurde erst 1922 von Howard Carter entdeckt. Die dort gefundenen Schätze sind heute im Ägyptischen Museum in Kairo zu bestaunen. Im April 2014 wurden im Nordosten des Tals 50 Mumien in einer Nekropole gefunden, – eine unglaubliche Entdeckung. Das etwas südlich gelegene Tal der Königinnen besteht aus über 90 Gräbern von Gemahlinnen und Angehörigen der Pharaonen. Auch wenn dieses Tal weniger bekannt ist, lohnt sich dennoch ein Ausflug dorthin.

Wadi El Natrun

Das Wadi El Natrun, auch Tal der Klöster genannt, liegt etwa 100 Kilometer von Kairo entfernt und kann im Rahmen eines Tagesausflugs besucht werden. In dem Wüstental, das auch als Sketische Wüste bekannt ist, wurde eine Vielzahl von koptischen Klöstern errichtet (mehr als 50). Die meisten sind heute allerdings verwaist und verfallen. In vier der verbliebenen Klöster leben heute noch Mönche. Diese bewohnten Klöster können besichtigt werden. Das Deir Al-Baramus (Baromäus-Kloster), das Deir Anba Bishoi (Kloster des Heiligen Bishoi), das Deir Abu Maqar (Kloster des Heiligen Makarios) und das Deir Al-Surian (Kloster der Syrer) empfangen sehr gerne Besucher. Etwa 50 Kilometer nördlich liegen die Ruinen von mehr als 1500 Eremitagen, die ebenfalls einen Abstecher (mit einem Führer) wert sind.